Mahfi Eğilmez erklärt: Die Wahrheit über den Dollarkurs und die Schattenwirtschaft bei der BIP-Berechnung
Der Ökonom Mahfi Eğilmez hat die Auswirkungen von Faktoren wie Dollarkurs, Inflation und Schattenwirtschaft auf die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Türkei analysiert. Eğilmez bewertete die Gründe für das hohe BIP in Dollar sowie die Trugschlüsse bei Berechnungen auf Basis der Kaufkraftparität (KKP).
Der Ökonom Mahfi Eğilmez untersuchte in seinem Artikel die Beziehung zwischen der Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP), dem Dollarkurs und der Inflation und wies auf die Probleme bei der Messung der türkischen Wirtschaftskraft in Dollar hin.
Mahfi Eğilmez erklärte, dass das hohe BIP in Dollar darauf zurückzuführen sei, dass der Dollarkurs hinter dem Inflationsanstieg zurückgeblieben sei.
DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN DOLLARKURS UND INFLATION
Eğilmez gab an, dass die durchschnittliche Inflation in der Türkei im Jahr 2023 bei 67,5 Prozent lag und das BIP zu laufenden Preisen 26.276,3 Milliarden TL erreichte. Der durchschnittliche Dollarkurs desselben Jahres lag bei 23,5, was dazu führte, dass das BIP auf 1.119 Milliarden Dollar berechnet wurde.

Eğilmez betonte jedoch, dass das BIP bei einem Anstieg des Dollarkurses im gleichen Verhältnis zur Inflation 952 Milliarden Dollar und das Pro-Kopf-Einkommen 11.154 Dollar betragen hätte. In diesem Fall, so erklärte er, führe die Tatsache, dass die Veränderung des Dollarkurses unter dem Inflationsanstieg liege, dazu, dass das BIP und das Pro-Kopf-Einkommen in Dollar höher erscheinen, als sie tatsächlich sind.
DER EINFLUSS DER SCHATTENWIRTSCHAFT
Mahfi Eğilmez wies darauf hin, dass die Schattenwirtschaft in der Türkei etwa 20 Prozent des BIP ausmacht und diese Situation die BIP-Berechnungen negativ beeinflusst. Eğilmez erklärte, dass das BIP aufgrund der Nichtberücksichtigung der Schattenwirtschaft unterbewertet werde, dieser Mangel jedoch durch die Unterdrückung des Dollarkurses indirekt ausgeglichen werde.
IRREFÜHRENDE ERGEBNISSE
Mahfi Eğilmez stellte fest, dass das auf Basis der Kaufkraftparität (KKP) berechnete BIP in Entwicklungsländern zu irreführenden Ergebnissen führt. Eğilmez betonte, dass aufgrund der niedrigen Löhne in der Türkei das BIP und das Pro-Kopf-Einkommen nach KKP höher erscheinen, als sie sind, und bezeichnete es als tragikomisch, dass Entwicklungsländer sich mit diesen Berechnungen brüsten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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