Mehmet Şimşek beziffert die Kosten der Rücktrittsgerüchte
Finanzminister Mehmet Şimşek hat sich zu den wirtschaftlichen Folgen der jüngsten Berichte über seinen angeblichen Rücktritt geäußert.
In einer Stellungnahme zu den Rücktrittsgerüchten um seine Person erklärte Finanzminister Mehmet Şimşek: "Nach diesen haltlosen Behauptungen kam es zu einem massiven Kapitalabfluss aus der Türkei. Diese Verunsicherungen, Unsicherheiten und derartige Behauptungen haben leider ihren Preis. Sie kosten das Land etwas. Ich bin der Ansicht, dass dies ein gezielter Versuch gegen das Programm ist."
Finanzminister Mehmet Şimşek äußerte sich in einer Live-Sendung bei CNN Türk zu aktuellen Themen.
"ICH HABE KEIN INTERESSE AN TITELN"
Zu den Gerüchten über seinen angeblichen Rücktritt sagte Şimşek:
"Ich habe Schwierigkeiten, das zu verstehen. Lassen Sie mich das ganz offen sagen: Unser Präsident hat mich nach der Wahl eingeladen und mir das Vertrauen geschenkt, indem er mir diese Verantwortung übertragen hat. Ich handle nach dem Prinzip dieser Verantwortung. Ich habe keine politische Agenda. Ich habe kein Interesse an Titeln. Als unser Präsident noch Premierminister war, hat er mir auf eine Weise die Rückkehr in die Türkei ermöglicht, und ich hatte die Gelegenheit, meinem Land zu dienen. Das ist für uns wirklich eine große Ehre. Ich habe hier keinerlei persönliche Agenda, keine politische Agenda. Außer dem Präsidenten dabei zu helfen, die Gleichgewichte zu wahren und Probleme zu lösen, habe ich wirklich keine andere Motivation und keine andere Agenda. Daher habe ich außer dem Dienst an unserem schönen Land wirklich keinerlei andere Absichten."
"ES GAB EINEN MASSIVEN KAPITALABFLUSS AUS DER TÜRKEI"
Auf die Frage, ob die Rücktrittsgerüchte Kosten verursacht hätten, antwortete Minister Şimşek:
"Die Kosten sind sehr hoch. Anfang August gab es eine kleine Turbulenz, die von Japan ausging. Die Japaner hatten sich neu verschuldet, weil die Zinsen niedrig waren. Sie hatten in Dollar gewechselt und amerikanische Aktien gekauft. Als in den USA bestimmte Daten veröffentlicht wurden und die Sorge aufkam, ob es zu einer Rezession kommen könnte – und die japanische Zentralbank zudem die Zinsen leicht anhob – wertete der Yen auf. Sie mussten ihre Positionen schließen und wieder in Yen zurückkehren, was zu Turbulenzen führte. Das war Anfang August. Die Auswirkungen auf uns waren begrenzt.
Zum Beispiel kam es nach diesen haltlosen Behauptungen zu einem massiven Kapitalabfluss aus der Türkei. Besonders bei Offshore-Geldern, also ausländischen Quellen, da diese verunsichert waren. Diese Verunsicherungen, Unsicherheiten und derartige Behauptungen haben leider ihren Preis. Sie kosten das Land etwas. Zuerst wurde es natürlich von der Desinformationsstelle dementiert. Wir dachten, damit sei es erledigt. Trotzdem hielten sich diese Gerüchte leider hartnäckig und wurden irgendwie nach außen getragen. Ich bin der Ansicht, dass dies ein gezielter Versuch gegen das Programm ist. Wer auch immer das verbreitet, ob von innen oder außen, weiß ich nicht; es ist jedoch sehr deutlich, dass dies dem Land keinen Dienst erweist. Denn dieses Programm ist eine Teamleistung, wird aber im Ausland ein Stück weit mehr mit meiner Person verknüpft. Das wird ein wenig ausgenutzt. Auch auf persönlicher Ebene wird so stark gegen uns vorgegangen, dass ich Schwierigkeiten habe, das nachzuvollziehen."
Nachrichtenquelle: 12punto
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