Neue Ära beim Goldkauf hat begonnen
Nach dem Rückgang der Goldpreise ist die Nachfrage bei Hochzeitseinkäufen gestiegen, während Einschränkungen bei der Nutzung von Kreditkarten dazu geführt haben, dass Ratenzahlungen und Schuldscheine bei lokalen Juwelieren wieder ein Thema sind.
Mit dem nahenden Sommer ist eine bemerkenswerte Dynamik auf dem Goldmarkt zu beobachten. Der allmähliche Rückgang der Goldpreise, den insbesondere Heiratswillige genau verfolgen, hat das Interesse an Juwelieren gesteigert. Nach den Rekordwerten im April bot der Preisrückgang im Mai vielen Familien, die ihre Einkäufe notgedrungen aufgeschoben hatten, eine neue Gelegenheit. Die gestiegene Nachfrage nach Viertel- und Gramm-Gold sorgt für ein hohes Aufkommen bei den lokalen Juwelieren.
Wie die Zeitung Türkiye Gazetesi berichtet, geben Juweliere an, dass die Tendenz verstärkt zu Gold als Anlageform und zu Armreifen ohne aufwendige Verarbeitung geht. Muhammed Ersöz, ein Juwelier im Istanbuler Großen Basar, weist darauf hin, dass Kunden ihre Budgets effizienter nutzen möchten und daher statt Schmuck mit hohem Arbeitsaufwand eher Gramm-Gold, Viertel-Gold und unverarbeitete Armreifen bevorzugen. Ersöz erklärte, dass die Entspannung der Preise die Entscheidungen von Paaren, die sich auf die Hochzeit vorbereiten, positiv beeinflusst habe.
Luxuriöse und verzierte Modelle, die beim traditionellen Schmuckkauf im Vordergrund standen, werden zunehmend durch schlichte und leicht zu verkaufende Produkte mit höherem Anlagewert ersetzt. Aufgrund der in den letzten Jahren gestiegenen Arbeitskosten gewinnen die zuvor weniger gefragten, schlichten „Ajda“-Armreifen sowie Cumhuriyet-Gold und ganze Goldmünzen wieder an Attraktivität. Paare achten bei ihrer Schmuckwahl nicht mehr nur auf die Ästhetik, sondern auch darauf, beim späteren Verkauf keinen Verlust zu erleiden.
Nachdem Banken die Limits für Kreditkartenraten und Barvorschüsse eingeschränkt haben, haben sich auch die Einkaufsgewohnheiten geändert. Einkäufe, die in Zeiten extrem hoher Goldpreise aufgeschoben wurden, führen nun – aufgrund neuer Preisniveaus und des gestiegenen Bedarfs an Zahlungszielen – dazu, dass bei lokalen Juwelieren wieder vermehrt auf Schuldscheinbasis eingekauft wird. Viele Juweliere haben begonnen, bekannten Kunden Gold gegen Schuldscheine mit einer Laufzeit von einigen Monaten zu überlassen. Durch diese Praxis lebt das traditionelle, auf Vertrauen basierende Zahlungsmodell wieder auf, und die Bürger können ihre Hochzeitseinkäufe finanziell leichter bewältigen.
Mit dem vollen Beginn der Hochzeitssaison wird erwartet, dass die Aktivität in den kommenden Wochen, insbesondere im Großen Basar und bei den lokalen Juwelieren, weiter zunehmen wird. Die Juweliere gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Gold den ganzen Sommer über hoch bleiben wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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