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Neue Ära für brachliegende landwirtschaftliche Flächen: Höchstbietender erhält den Zuschlag

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft stellt 14.000 Dekar ungenutzte landwirtschaftliche Flächen für die saisonale Verpachtung bereit. Die Pachteinnahmen werden direkt an die Landeigentümer weitergeleitet. Durch die Reaktivierung brachliegender Flächen wird ein jährlicher Beitrag von 75 Milliarden Lira zur Wirtschaft erwartet.

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Neue Ära für brachliegende landwirtschaftliche Flächen: Höchstbietender erhält den Zuschlag

Das Ministerium für Land- und Forstwirtschaft führt ein neues Verfahren ein, um landwirtschaftliche Flächen, die seit langem nicht mehr bewirtschaftet werden, wieder in die Produktion zu bringen. In diesem Rahmen werden Böden, die zwei Jahre in Folge nicht bestellt wurden, ab dem 1. September saisonal verpachtet.

Wie die Türkiye Gazetesi berichtet, haben vom Ministerium eingesetzte Kommissionen mithilfe von Satellitenbildern und Feldstudien die brachliegenden Flächen in der gesamten Türkei identifiziert. Den Feststellungen zufolge gibt es in Antalya 4.300 Dekar, in Konya 10.000 Dekar und in Kayseri 1.650 Parzellen ungenutzter Flächen. In einigen Provinzen wurden hingegen keine brachliegenden Flächen festgestellt.

BEWERBUNGEN ÜBER EIN BIETERVERFAHREN

Flächen, die im vergangenen Jahr als brachliegend identifiziert, in diesem Jahr jedoch bestellt wurden, wurden von der Liste gestrichen. Interessenten für die Pacht der Flächen müssen ein Antragsformular für die Pacht landwirtschaftlicher Flächen ausfüllen und sich bei den Provinzdirektionen bewerben. Die Bewerbungen können auch über das Informationssystem zur Bewertung und zum Erwerb landwirtschaftlicher Flächen (Tarım Arazileri Değerleme ve Edindirme Bilgi Sistemi) eingereicht werden.

Bei mehreren Bewerbungen erhält derjenige den Zuschlag, der das höchste Gebot abgibt. Bei gleichen Geboten haben diejenigen Vorrang, deren landwirtschaftliche Kapazität geeignet ist oder die angrenzende Betriebe bewirtschaften.

BEKANNTMACHUNGEN BLEIBEN SIEBEN TAGE AUSGEHÄNGT

Die Pachtgebühr wird unter Berücksichtigung des Durchschnitts ähnlicher Flächen in derselben Region festgelegt. Die Flächen werden sieben Tage lang bei den Dorfvorstehern (Muhtarlık), auf elektronischem Wege und auf den Websites der Provinzdirektionen bekannt gegeben. Nach Abschluss der Bekanntmachungsfrist werden die Pachtanträge gesammelt.

Die Verträge werden saisonal abgeschlossen und jährlich erneuert. Sollte eine zweckentfremdete Nutzung der Flächen festgestellt werden, wird die Pacht gekündigt und die Verantwortlichen werden von den Ausschreibungen des Folgejahres ausgeschlossen.

75 MILLIARDEN LIRA BEITRAG ZUR WIRTSCHAFT

In der Türkei gibt es insgesamt 23 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche. Davon werden jedoch etwa 3 Millionen Hektar nicht genutzt. Basierend auf den Daten des TÜİK für 2023, bei denen ein durchschnittlicher landwirtschaftlicher Wert von 25.000 Lira pro Hektar berechnet wurde, wird erwartet, dass die Reaktivierung der brachliegenden Flächen einen jährlichen Beitrag von etwa 75 Milliarden Lira zur Wirtschaft leisten wird.

Es wird prognostiziert, dass dieser Beitrag sowohl das Einkommen der Erzeuger erhöhen als auch die Abhängigkeit von Importen verringern und somit zur Verringerung des Leistungsbilanzdefizits beitragen wird.

EINKÜNFTE DIREKT AN DEN LANDEIGENTÜMER

Die aus dem Pachtprozess erzielten Einnahmen werden ohne Abzüge direkt an die Landeigentümer weitergeleitet. Bei Flächen, deren Eigentümer verstorben sind und bei denen keine Erbteilung stattgefunden hat, wird die Pachtgebühr auf Konten bei staatlichen Banken eingezahlt. Die Anspruchsberechtigten können ihre Zahlungen von diesen Konten abheben.

Mit der Regelung bleibt das Eigentumsrecht weiterhin bei den Landeigentümern. Das Ministerium wies Behauptungen, wonach „Ländereien beschlagnahmt werden“, zurück.


Nachrichtenquelle: 12punto

landwirtschaftliche Fläche Land- und Forstwirtschaftsministerium