Neue Prognose für den Goldpreis
Der starke Anstieg der Goldpreise im letzten Jahr hat das Kaufempo der Zentralbanken vorübergehend verlangsamt. Laut Goldman Sachs wird jedoch mit einem erneuten Anstieg der Käufe durch die Zentralbanken gerechnet, sobald sich die Preise stabilisiert haben.
In den letzten Jahren sind die Goldpreise vor allem dank der starken Käufe durch Zentralbanken gestiegen. Doch nachdem der Goldpreis im vergangenen Jahr mit über 5.500 US-Dollar pro Unze einen Rekord erreicht hatte, folgte eine scharfe Korrektur. Diese Preisvolatilität hat dazu geführt, dass die Zentralbanken ihre Käufe vorübergehend verlangsamt haben. Die Analysten von Goldman Sachs bewerten dies als eine Verschiebung der Käufe, bis sich die Preise stabilisiert haben.
HOHE VOLATILITÄT UND NACHFRAGE NACH PORTFOLIODIVERSIFIZIERUNG
Die Goldman-Sachs-Analysten Lina Thomas und Daan Struyven erklärten in einer Mitteilung, dass die Zentralbanken weiterhin Gold kaufen werden, um sich gegen geopolitische und finanzielle Risiken abzusichern, ihre Käufe jedoch aufschieben, bis sich die Preise stabilisiert haben. Den Analysten zufolge resultiert die jüngste hohe Preisvolatilität aus der Nachfrage des Privatsektors nach Portfoliodiversifizierung. Insbesondere Transaktionen über Gold-Kaufoptionen verschärfen die Preisbewegungen zusätzlich.
ZENTRALBANKEN VERHALTEN SICH ABWARTEND
Diese hohe Volatilität führt dazu, dass die Zentralbanken in den Schwellenländern vorsichtig agieren. Dennoch halten diese Banken langfristig an ihrer positiven Einschätzung zu Gold fest. Daten des World Gold Council zeigen, dass die Zentralbanken in den Jahren 2023 und 2024 netto rund 1000 Tonnen Gold gekauft haben. Für das Jahr 2025 wird ein Rückgang des Kaufvolumens auf 900 Tonnen erwartet, wobei jedoch darauf hingewiesen wird, dass die Käufe im Vergleich zu den Vorjahren zu höheren Preisen getätigt werden.
PROGNOSE FÜR DEN GOLDPREIS BIS ENDE 2026
Heute Morgen notierte der Spot-Goldpreis bei etwa 4.995 US-Dollar pro Unze, was einem Anstieg von rund 16 Prozent seit Jahresbeginn entspricht. Die Analysten von Goldman Sachs betonten, dass sich der strukturelle Nachfrageausblick für Gold trotz kurzfristiger Schwankungen nicht geändert habe. Die Bank prognostiziert, dass die Goldkäufe der Zentralbanken ab 2025 wieder an Fahrt gewinnen werden. Zudem wird geschätzt, dass mögliche Zinssenkungen der US-Notenbank (Fed) die Nachfrage privater Anleger ankurbeln und den Goldpreis bis Ende 2026 auf 5.400 US-Dollar pro Unze treiben könnten.
STEIGENDE RISIKEN KÖNNTEN GOLDKÄUFE BEGRENZEN
Die Analysten von Goldman Sachs wiesen jedoch darauf hin, dass die Nachfrage nach Diversifizierung aufgrund steigender fiskalischer Risiken in den westlichen Volkswirtschaften zunehmen könnte. Sollte diese Nachfrage weiterhin über Optionen erfolgen, dürfte die Volatilität der Goldpreise hoch bleiben und die Käufe der Zentralbanken kurzfristig begrenzt sein.
Nachrichtenquelle: 12punto
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