Neue Regelung für Privatschulen und Universitäten
Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte, dass die Preissteigerungen an Privatschulen und Stiftungsuniversitäten ein erhebliches Hindernis im Kampf gegen die Inflation darstellen. Şimşek kündigte den Übergang zu einer regelbasierten Preisgestaltung an.
Finanzminister Mehmet Şimşek erklärte, dass die Inflation im Bildungssektor insbesondere auf die Preissteigerungen an Privatschulen und Stiftungsuniversitäten zurückzuführen sei. In seiner Rede auf dem 5. Gipfel für die Zukunft der Finanzen und Geldgespräche betonte Şimşek, dass die Preissteigerungen in privaten Bildungseinrichtungen schnell liberalisiert wurden und dies die Bildungsinflation in die Höhe treibe.
BILDUNGSINFLATION UND VERZÖGERTE REGULIERUNGEN
Minister Şimşek äußerte, dass Privatschulen und Stiftungsuniversitäten einen großen Einfluss auf den Anstieg der Bildungsinflation hätten. Er wies darauf hin, dass die Preisgestaltung nach der Aufhebung der in der Vergangenheit angewandten faktischen Obergrenze von etwa 36 Prozent in privaten Bildungseinrichtungen schnell liberalisiert wurde, was zu einem unkontrollierten Preisanstieg im Bildungssektor geführt habe. Şimşek sagte: „An dem Punkt, an dem wir heute stehen, wurde die durch die Aufhebung der Obergrenze entstandene Lücke vollständig geschlossen, und die Anstiege bewegen sich weiterhin weit über den Inflationsraten.“
NOTWENDIGKEIT EINES REGELBASIERTEN SYSTEMS
Minister Şimşek erklärte, dass ein „regelbasiertes System unvermeidlich geworden sei“, um die Bildungsinflation unter Kontrolle zu bringen. Er kündigte an, dass dieses System für Privatschulen und Stiftungsuniversitäten gelten werde, und wies darauf hin, dass die Gebührenerhöhungen an Stiftungsuniversitäten ein bemerkenswertes Niveau erreicht hätten. Er führte aus, dass die Studiengebühren an einigen Universitäten bis zum Jahr 2024 in den letzten Jahren um das Zehnfache gestiegen seien und allein im September dieses Jahres eine Erhöhung um 106 Prozent vorgenommen wurde.
SCHARFE KRITIK AN STIFTUNGSUNIVERSITÄTEN
Şimşek widersprach den Behauptungen der Stiftungsuniversitäten, sie seien nicht gewinnorientiert, und erklärte, dass ihr Preisverhalten diesen Aussagen widerspreche. „Es wird gesagt, dass keine Gewinnabsicht besteht, aber das Preisverhalten steht damit nicht im Einklang“, so Şimşek, der betonte, dass die Gebührenerhöhungen an Stiftungsuniversitäten ein Spiegelbild struktureller Verzerrungen in der Branche seien.
Şimşek erklärte, dass solche strukturellen Anpassungen einer der Gründe für den erwarteten schnellen Rückgang der Inflation im Jahr 2026 seien. Mit den neuen Maßnahmen für den Bildungssektor soll insbesondere das Preisverhalten von Stiftungsuniversitäten und Privatschulen kontrollierter gestaltet werden. Es wird erwartet, dass diese neuen Regelungen ein wichtiges Instrument im Kampf gegen die Inflation sein werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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