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Neue Welle von Medikamentenpreiserhöhungen steht bevor

Der Euro-Wechselkurs, der für die Preisgestaltung von in Apotheken verkauften Medikamenten maßgeblich ist, wurde per Präsidialdekret angehoben. Mit dieser zweistufigen Änderung wird es bei allen Medikamenten auf dem Markt, insbesondere bei importierten Arzneimitteln, zu Preiserhöhungen kommen.

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Neue Welle von Medikamentenpreiserhöhungen steht bevor

Mit einem im Amtsblatt veröffentlichten Beschluss wurde der Euro-Wechselkurs, der als Referenz für die Festlegung der Medikamentenpreise in der Türkei dient, aktualisiert. Im Rahmen des Beschlusses wird der für Medikamentenpreise geltende Euro-Kurs um insgesamt 14,92 Prozent angehoben.

Die erste Stufe der Preiserhöhungen wird im März mit 6,08 Prozent und die zweite Stufe im April mit 8,33 Prozent umgesetzt. Mit dieser Aktualisierung wurde der Referenz-Euro-Kurs auf 29,11 TL festgesetzt.

Aufgrund des gestiegenen Euro-Kurses wird ein direkter Preisanstieg bei vielen Medikamenten erwartet, insbesondere bei solchen, die aus dem Ausland importiert werden. Zudem wurden Bedenken hinsichtlich der Verfügbarkeit von in- und ausländischen Medikamenten in den Apothekenregalen geäußert.

In einer Erklärung der Gewerkschaft der Apothekeninhaber (TEİS) wird betont, dass der Medikamenten-Euro-Kurs weiterhin deutlich unter dem realen Wechselkurs liegt. Die Gewerkschaft erklärte dazu: „Der reale Kurs liegt bei über 51 TL. Der Medikamenten-Euro entspricht nur der Hälfte des tatsächlichen Euro-Wertes. Aus diesem Grund haben einheimische Hersteller Schwierigkeiten bei der Rohstoffbeschaffung, importierte Medikamente ziehen sich vom türkischen Markt zurück und die Lieferkette wird zunehmend schwächer. Dieses Bild ist nicht nachhaltig.“ Darüber hinaus weist die Gewerkschaft mit dem Satz „Das nicht auffindbare Medikament ist das teuerste Medikament“ darauf hin, dass der Staat statt Apothekenempfehlungen für die Bürger anzubieten, wirtschaftliche Maßnahmen ergreifen sollte, die sicherstellen, dass die Medikamente wieder in die Regale zurückkehren.


Nachrichtenquelle: 12punto