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Ölmarkt eingebrochen: 50 Milliarden Dollar im US-Iran-Krieg verpufft!

In den letzten 50 Tagen wurden aufgrund des Krieges im Iran Rohöl im Wert von rund 50 Milliarden Dollar vom Markt genommen. Experten prognostizieren, dass diese massive Versorgungslücke das globale Energiegleichgewicht noch über Jahre hinweg beeinflussen wird.

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Ölmarkt eingebrochen: 50 Milliarden Dollar im US-Iran-Krieg verpufft!

In den ersten 50 Tagen des Krieges im Iran ist die Menge an Öl, die nicht auf den globalen Markt gelangen konnte, sowie der damit verbundene wirtschaftliche Schaden bemerkenswert. Der Geldwert der 500 Millionen Barrel Öl, die auf den Märkten fehlen, übersteigt 50 Milliarden Dollar. Diese Menge entspricht dem gesamten Bedarf der USA für einen Monat bzw. dem Europas für mehr als einen Monat.

Nach Informationen, die DW Türkçe vom Datenunternehmen Kpler zusammengetragen hat, entspricht ein solcher Angebotsausfall dem Szenario, dass alle Fahrzeuge weltweit 11 Tage lang nicht fahren könnten oder die globale Luftfahrtbranche 10 Wochen lang den Betrieb einstellen müsste.

Dieser beispiellose Einbruch auf dem Rohölmarkt entspricht zudem der Treibstoffmenge, die die internationale Schifffahrtsindustrie für vier Monate benötigen würde. Im Vergleich dazu entspricht die Menge dem Treibstoffbedarf der US-Armee für etwa sechs Jahre.

Mit der Krise haben die Golfstaaten ihre Produktion fast vollständig eingestellt; die aus der Region stammende Ölmenge ist auf ein Minimum gesunken. Wichtige Ölexporteure wie Katar, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Bahrain und Oman konnten im vergangenen Monat insgesamt nur 4,1 Millionen Barrel Kerosin liefern – ein Wert, der weit unter den 19,6 Millionen Barrel vom Februar liegt.

Ein solcher Ausfall bedeutet eine Verringerung, die ausreichen würde, um den Treibstoffbedarf von 20.000 Flügen zwischen New York und London zu decken.

VERLUSTE WERDEN VOLKSWIRTSCHAFTEN ERSCHÜTTERN

Der Verlust beim Öl betrifft nicht nur die Erzeugerländer, sondern erschüttert auch die Weltwirtschaft tiefgreifend. Der Wegfall von 50 Milliarden Dollar an Einnahmen entspricht etwa einem Prozent des jährlichen Bruttoinlandsprodukts Deutschlands oder fast der gesamten jährlichen Wirtschaftsleistung von Ländern wie Lettland und Estland.

Mit der Krise schrumpfen die weltweiten Ölreserven rapide. Allein im April wurde ein Rückgang der nationalen Reserven um etwa 45 Millionen Barrel verzeichnet. Betrachtet man den Zeitraum seit März, so kam es zu einem Produktionsausfall von insgesamt 12 Millionen Barrel.

Experten des Ölmarktes betonen, dass die vollständige Erholung der Felder, insbesondere in Kuwait und im Irak, mindestens vier bis fünf Monate in Anspruch nehmen wird und eine Rückkehr der Produktion zur Normalität noch deutlich länger dauern könnte. Es wird erwartet, dass sich der Abbau der Lagerbestände in den Sommermonaten beschleunigt.

WIEDERAUFBAU DER ENERGIEINFRASTRUKTUR KÖNNTE JAHRE DAUERN

Inmitten des Krieges sorgte die Ankündigung des iranischen Außenministers Abbas Araghchi am Freitag, nach dem im Libanon verkündeten Waffenstillstand die Straße von Hormus wieder für den Transitverkehr zu öffnen, für Hoffnung, doch dies hielt nur einen Tag an. Die Regierung in Teheran kündigte an, die Meerenge erneut geschlossen zu haben, mit der Begründung, die USA würden eine Seeblockade gegen die Häfen verhängen.

Die Schäden an der Energieinfrastruktur in der Region, insbesondere bei den Raffineriekapazitäten und den LNG-Anlagen in Katar, deuten darauf hin, dass eine vollständige Reparatur lange Zeit in Anspruch nehmen wird. Analysen zufolge werden die Auswirkungen dieses Schocks noch in den kommenden Jahren in den Wirtschaftsindikatoren zu spüren sein.


Nachrichtenquelle: 12punto