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Reaktionen auf den Belästigungsskandal im Parlament halten an

Die stellvertretende Vorsitzende der DEVA-Partei, Zeynep Sudan, äußerte sich empört über den Vorfall sexuellen Missbrauchs im Parlament und die Verletzung von Frauenrechten.

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Reaktionen auf den Belästigungsskandal im Parlament halten an

Die stellvertretende Vorsitzende der DEVA-Partei, Zeynep Sudan, äußerte sich bei einer Pressekonferenz in Kars zu aktuellen Themen von großer Bedeutung. Sudan übte scharfe Kritik an dem Vorfall sexuellen Missbrauchs unter dem Dach der Großen Nationalversammlung der Türkei (TBMM) und erklärte: "Zu Beginn unseres Kampfes für unsere Frauen stehen Probleme wie Missbrauch, Gewalt und wirtschaftliche Gewalt. Dass wir jedoch unter dem Dach des Parlaments mit einer solchen Situation konfrontiert werden, macht uns zutiefst traurig und hat uns verletzt." Sudan betonte, dass es ein großes Fragezeichen aufwerfe, wie man Frauen außerhalb des Parlaments schützen wolle, wenn man sie nicht einmal im Parlament selbst schützen könne.

FORDERUNG NACH 50 PROZENT ERHÖHUNG DES MINDESTLOHNES

Zeynep Sudan machte auf der Pressekonferenz auch wichtige Aussagen zum Mindestlohn. Sudan erklärte, dass der Mindestlohn als DEVA-Partei um mindestens 50 Prozent erhöht werden müsse: "Damit sowohl unsere Rentner als auch unsere Bürger, die zum Mindestlohn arbeiten, mit Lebensbedingungen oberhalb der Armutsgrenze ein soziales Leben führen können, ist eine Erhöhung um mindestens 50 Prozent erforderlich." Sudan betonte, dass der Staat seine Bürger nach dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit verwalten müsse, und unterstrich, dass 16 Millionen Rentner und Bürger, die vom Mindestlohn leben, dazu verdammt seien, mit einem Einkommen unter der Armutsgrenze zu überleben.

DER VORFALL SEXUELLEN MISSBRAUCHS IM PARLAMENT

In ihren Ausführungen zu Frauenrechten wies Zeynep Sudan auf den Vorfall sexuellen Missbrauchs im Parlament hin. Sudan sagte: "Es gibt viele Verletzungen der Rechte von Frauen. Es kam zu systematischem Missbrauch von Praktikantinnen im Parlament. Wir haben dies öffentlich gemacht und werden die Angelegenheit weiterverfolgen. Wir wollen nicht, dass dieser Vorfall vertuscht wird." Sudan erklärte, dass sie gegen Probleme wie Gewalt gegen Frauen, psychische Gewalt und wirtschaftliche Gewalt kämpften, aber selbst im Parlament Frauen nicht geschützt werden könnten, und fügte hinzu: "Wenn wir Frauen nicht einmal unter dem Dach des Parlaments schützen können, wie sollen wir dann die Frauen draußen schützen?"

SCHUTZPOLITIK DES STAATES UNZUREICHEND

Bezüglich der Situation von Saliha Aktaş in Bingöl erklärte Sudan: "Obwohl sie eine Parlamentsmitarbeiterin war und alle notwendigen rechtlichen Schritte eingeleitet hatte, konnte der Staat Saliha Aktaş nicht schützen", und bezeichnete die derzeitige Politik als unzureichend. Sudan betonte, dass "der Staat an diesem Punkt eingreifen muss" und forderte die Umsetzung strenger und wirksamer Maßnahmen zum Schutz von Frauen.

STEIGENDE RATEN BEI FRAUENMORDEN

Sudan betonte, dass in den ersten 11 Monaten des Jahres 2025 349 Frauen ermordet wurden, was einen Anstieg der Gewalt gegen Frauen und der Morde verdeutliche. Sudan erklärte, dass sich dieser Anstieg nach dem Austritt aus der Istanbul-Konvention beschleunigt habe: "Frauenmorde, Kindermorde und Kindesmissbrauch nehmen leider rapide zu. Die Notwendigkeit der Istanbul-Konvention hat sich erneut gezeigt." Sudan unterstrich, dass der willkürliche Austritt aus der Istanbul-Konvention die Rechte von Frauen und Kindern negativ beeinflusst habe und ein ernsthafter Kampf in dieser Angelegenheit geführt werden müsse.

Sudan ging auch auf das Klima der Unsicherheit im Land ein und erklärte, dass Investoren aufgrund mangelnden Vertrauens nicht in die Türkei investierten. Sudan sagte: "Man kann nicht erwarten, dass Investoren an einen Ort kommen, an dem es kein Vertrauen gibt. Ein institutionelles System kann nur durch die Rechtsstaatlichkeit aufgebaut werden. Investoren ziehen es vor, nur in Zinsen zu investieren." Sudan wies darauf hin, dass trotz der geopolitischen Vorteile der Türkei ein auf Rechtsstaatlichkeit basierendes System notwendig sei, um Investoren anzuziehen.

Sudan betonte, dass für die Demokratisierung und Entwicklung des Landes Frauen und junge Menschen wertgeschätzt werden müssten, und sagte: "Eine Demokratisierung eines Landes, das die Rechte von Frauen und Jugendlichen nicht garantiert, ist nicht möglich." Zudem erinnerte sie daran, dass die Türkei in der Zeit ihrer Annäherung an die Prozesse der Europäischen Union bedeutende Fortschritte bei Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit erzielt habe, und kritisierte den Rückschritt in diesem Bereich in der jüngsten Zeit.


Nachrichtenquelle: 12punto