Schlechte Nachrichten für Bank- und Fondskunden! Die Erträge sinken…
Eine neue Quellensteuerregelung, die all jene betrifft, die ihr Geld auf Termineinlagen oder in Investmentfonds anlegen, wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Mit den Erhöhungen werden die Zinserträge sinken.
Die Quellensteuersätze auf Erträge aus Einlagen und Investmentfonds wurden angehoben. Die neue Regelung wurde im Amtsblatt veröffentlicht und ist in Kraft getreten.
Wie NTV berichtet, wurde mit der Regelung der Quellensteuersatz für Investmentfonds von 15 Prozent auf 17,5 Prozent angehoben. Auch bei Termineinlagen gab es eine ähnliche Erhöhung:
Bei Laufzeiten bis zu 6 Monaten stieg der Quellensteuersatz von 15 Prozent auf 17,5 Prozent.
Bei Laufzeiten bis zu 1 Jahr wird die bisherige Quellensteuer von 12 Prozent nun mit 15 Prozent angewendet.
ZINSERTRÄGE WERDEN SINKEN
Die Nettozinserträge von Privatpersonen, die ihr Geld auf Terminkonten oder in Fonds anlegen, werden mit diesen neuen Sätzen sinken. Da auch die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) Ende Juli eine Zinssenkung vornimmt, hat für Anleger indirekt ein Prozess der „Zinssenkung“ begonnen.
WIE WIRD DIE QUELLENSTEUER BERECHNET?
Mit den neuen Sätzen erhöht sich der Abzug vom Zinsertrag. Zum Beispiel erzielt eine Person, die 1 Million TL mit einer Laufzeit von 32 Tagen und einem jährlichen Zinssatz von 48 Prozent anlegt, einen Bruttoertrag von etwa 42.082 TL.
Von diesem Ertrag:
Wurden zuvor bei 15 Prozent Quellensteuer 6.312 TL abgezogen,
steigt der Abzug mit dem neuen Satz von 17,5 Prozent auf 7.364 TL.
In diesem Fall wird der Anleger allein aufgrund der Steuererhöhung 1.052 TL weniger Gewinn erzielen.
KEINE ÄNDERUNGEN BEI ALTEN EINLAGEN UND FONDS
Für bestehende Konten und Fonds, deren Laufzeit noch nicht abgelaufen ist, gelten die alten Sätze. Sobald die Laufzeit jedoch verlängert wird oder ein neuer Fondskauf getätigt wird, kommt der aktuelle Quellensteuersatz zur Anwendung.
Was Fonds betrifft, so werden bestehende Fonds weiterhin mit dem gleichen Satz besteuert, während neue Einzahlungen in diese Fonds unter die 17,5-prozentige Quellensteuer fallen. Daher wird empfohlen, bei Ergänzungen von Fonds vorsichtig zu sein oder Transaktionen über alternative Fonds oder Konten abzuwickeln.
ANLEGER KÖNNTEN SICH NEU ORIENTIEREN
Die Erhöhung der Quellensteuersätze und die erwarteten sinkenden Zinsen könnten Anleger dazu bewegen, sich anderen Instrumenten zuzuwenden. In diesem Prozess könnten physische Anlagen wie Devisen und Gold in den Vordergrund rücken. Da bei Devisen- oder Goldanlagen keine Quellensteuer erhoben wird, wird erwartet, dass Anleger ihre Sparpräferenzen überdenken.
DAS ERWARTETE DATUM WAR DER 31. JULI
Eigentlich wurde erwartet, dass die betreffende Regelung am 31. Juli 2025 bekannt gegeben wird. Die Entscheidung wurde jedoch vorgezogen. Es wird davon ausgegangen, dass zum ursprünglichen Datum erneut eine Regelung getroffen und die Sätze wieder geändert werden könnten.
AUGEN AUF DIE ZENTRALBANK
Der geldpolitische Ausschuss der TCMB wird am 24. Juli 2025 zusammenkommen. Die Markterwartung geht von einer Senkung des Leitzinses um 350 Basispunkte aus. Es wird prognostiziert, dass der derzeit bei 46 Prozent liegende Leitzins auf 42,5 Prozent sinken wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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