Schluss mit Geldtransfers von Staatsbanken zu Glücksspielanbietern! Auch die Kreditwürdigkeit ist betroffen
Staatsbanken haben eine wichtige Änderung in ihren mobilen Anwendungen vorgenommen und die Option für Geldüberweisungen an Glücksspiel- und Wettanbieter entfernt. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Entscheidung auch die Kreditwürdigkeit der Nutzer negativ beeinflussen könnte.
Millionen von Kunden der Staatsbanken erlebten am Morgen beim Öffnen ihrer Mobile-Banking-Apps eine unerwartete Neuerung. Geldtransfers an Glücksspiel- und Wettseiten können nicht mehr über Staatsbanken abgewickelt werden. Dieser Schritt erfolgte im Rahmen eines Aktionsplans zur Bekämpfung von illegalen Wetten und Glücksspiel im digitalen Raum.
TAB FÜR GLÜCKSSPIELE KOMPLETT ENTFERNT
Im Zuge dieser Maßnahme zur Risikominimierung im Finanzsystem wurde der Tab „Glücksspiele“ in den mobilen Anwendungen der Staatsbanken vollständig entfernt. Zuvor konnten Kunden über diesen Bereich problemlos unbegrenzte Geldbeträge an die von ihnen gewünschten Spieleseiten überweisen. Mit der neuen Anwendung ist diese Möglichkeit nun beendet.
KEINE ÄNDERUNG BEI PRIVATBANKEN
Andererseits gibt es bei Geldtransfers an Glücksspielseiten über Privatbanken bisher keine Änderungen. Nutzer zahlen für die Überweisung von Geldern an diese Seiten über Privatbanken eine Transaktionsgebühr von etwa 15,75 Lira. Im Vergleich dazu ist festzustellen, dass bei gewöhnlichen Überweisungen zwischen Privatpersonen höhere Gebühren erhoben werden.
WARNUNG VOR AUSWIRKUNGEN AUF DIE KREDITWÜRDIGKEIT
Zudem wird darauf hingewiesen, dass die Kreditwürdigkeit derjenigen, die über Banken Geld an Glücksspielanbieter senden, gefährdet ist. Es wird betont, dass Kreditauskunfteien solche Transaktionen als „begründeten Verdacht“ einstufen könnten, was zu einer Verschlechterung des Kredit-Scores oder zu einer höheren Wahrscheinlichkeit für Ablehnungen bei Kreditanträgen führen kann.
YEŞİLAY-BERICHT LIEFERT BEEINDRUCKENDE DATEN
Laut einem Bericht von Yeşilay wird der jährliche wirtschaftliche Einfluss von Glücksspiel in der Türkei auf etwa 40 Milliarden Dollar geschätzt. Zudem erreicht der Anteil derjenigen, die sich aufgrund von Spielsucht an die Yeşilay-Beratungszentren (YEDAM) wenden, ein Niveau von 34 Prozent. Den Daten von YEDAM zufolge liegt das Durchschnittsalter für den Einstieg in das Glücksspiel bei 21,4 Jahren, wobei 65 Prozent der Betroffenen als erste Wahl Sportwetten angeben. Ein Großteil der Antragsteller verfügt über einen Bildungsabschluss auf oder über dem Niveau der Sekundarstufe.
WERDEN PRIVATBANKEN NACHZIEHEN?
Mit dieser neuen Regelung haben die Staatsbanken strengere Maßnahmen gegen illegale Wett- und Glücksspielaktivitäten im Finanzsystem ergriffen. Nach diesem Schritt der Staatsbanken stellt sich nun die Frage, ob auch Privatbanken ähnliche Vorkehrungen treffen werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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