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S&P Global erwartet Anstieg der globalen Ausfallraten

S&P Global warnt die Finanzmärkte und prognostiziert, dass die globale Ausfallrate bei Unternehmensanleihen bis September 2026 auf 3,7 Prozent steigen wird.

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S&P Global erwartet Anstieg der globalen Ausfallraten

In einem neu veröffentlichten Bericht der internationalen Ratingagentur S&P Global Ratings wird prognostiziert, dass die Ausfallraten bei spekulativen Unternehmensanleihen weltweit im kommenden Jahr steigen werden. Laut S&P Global wird erwartet, dass die Ausfallrate, die für September 2025 auf 3,5 Prozent geschätzt wird, bis September 2026 auf 3,7 Prozent ansteigen wird. Dieser Anstieg wird durch den Zuwachs in der Region Asien-Pazifik sowie leichte Rückgänge in den USA und Europa ausgeglichen.

Der Bericht stellt fest, dass die Ausfallraten in den entwickelten Volkswirtschaften voraussichtlich auf einem Niveau nahe den langfristigen Durchschnittswerten bleiben werden und dass bei einigen Marktindikatoren eine Verbesserung zu beobachten ist. Es wurde jedoch betont, dass die Risiken unter den aktuellen Bedingungen, insbesondere außerhalb der Region Asien-Pazifik, weiterhin bestehen.

Es wurde darauf hingewiesen, dass der Anteil der Emittenten mit einem Rating von „CCC“ oder „C“ in den USA und Europa weiterhin hoch ist, was kurzfristig zu einem moderaten Rückgang der Ausfallraten führt. Es wurde jedoch unterstrichen, dass es noch zu früh sei, von einer vollständigen Erholung in diesen Regionen zu sprechen.

In der Region Asien-Pazifik ist eine bemerkenswerte Entwicklung zu beobachten. Seit August 2023 wurden in der Region keine Unternehmensausfälle verzeichnet. Als Grund hierfür wird angeführt, dass die Ratings eines erheblichen Teils der Emittenten mit einem Rating von „B-“ oder niedriger zurückgezogen wurden. Es wird angegeben, dass in den letzten 12 Monaten die Ratings von 54 Prozent der Emittenten in dieser Kategorie entfernt wurden. Sollte sich der aktuelle Trend fortsetzen, könnte die Ausfallrate der Region unter den Erwartungen liegen, so die Anmerkung.

Nick Kraemer, Experte bei S&P Global Ratings, wies zudem auf die Risiken der Prognosen hin. Kraemer erklärte: „Zu den Abwärtsrisiken für die Prognose gehört die Möglichkeit eines Wiederaufflammens von Handelskonflikten, was zu einem Rückzug bei Investitionen und einem Anstieg der Marktvolatilität weltweit führen könnte.“

Darüber hinaus betonte Kraemer, dass das schnelle Wachstum der Investitionen in künstliche Intelligenz in den USA und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Aktienmarkt genau beobachtet werden müssten, und fügte hinzu, dass „insbesondere dann, wenn diese Investitionen nicht die erwarteten Renditen liefern, eine Marktkorrektur eintreten könnte“.


Nachrichtenquelle: 12punto