Starker Rückgang bei Edelmetallen: Fed-Haltung belastet Silber und Gold
Die Zinsentscheidungen der US-Notenbank und die Stärkung des Dollars erhöhen den Verkaufsdruck auf den Gold- und Silbermärkten. Beide Edelmetalle sind auf ihre niedrigsten Stände der letzten Zeit gefallen.
Während die heftige Welle an den globalen Rohstoffmärkten anhält, ist der Preis für eine Unze Silber unter 57 Dollar gefallen und hat damit den niedrigsten Stand seit acht Monaten erreicht. Zu diesem Verlust trug bei, dass der US-Dollar gegenüber den wichtigsten Weltwährungen auf den höchsten Stand seit einem Jahr gestiegen ist. Da die Kosten für Investoren, die in Dollar gehandelte Rohstoffe mit anderen Währungen kaufen möchten, gestiegen sind, hat sich der Abfluss aus Edelmetallen beschleunigt.
FED HÄLT AN STRAFFER ZINSPOLITIK FEST
Auch die Botschaften aus der Fed-Sitzung der vergangenen Woche bestimmen die Richtung der Märkte. Während die Zinsen unverändert blieben, machten die Fed-Vertreter deutlich, dass die straffe Geldpolitik noch einige Zeit fortgesetzt wird. Die klaren Aussagen von Präsident Kevin Warsh zur Inflationsbekämpfung haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im September unter Investoren erhöht. Analysten weisen darauf hin, dass bis zum Jahresende weitere Zinsschritte auf der Tagesordnung stehen könnten.
Diese Entwicklungen verringern die Kaufbereitschaft für Edelmetalle wie Silber, die keine Zinserträge abwerfen. In einem Umfeld hoher Zinsen beginnen Investoren, Edelmetalle in ihren Portfolios geringer zu gewichten. Dies erhöht den Abwärtsdruck auf die Silberpreise.
NEUE GLEICHGEWICHTE BEI ÖL UND INFLATION
Andererseits haben die positiven Entwicklungen bei den diplomatischen Kontakten zwischen den USA und dem Iran dazu geführt, dass die Ölpreise auf das Niveau vor dem Krieg gesunken sind. Dieser Rückgang der Energiepreise milderte die Inflationssorgen, stärkte jedoch die Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihre derzeitige straffe Geldpolitik beibehält. Folglich unterstützten diese Entwicklungen auch den Verkaufsdruck auf Metalle wie Gold und Silber.
GLEICHE DYNAMIK BEI GOLD
Der Goldmarkt bewegt sich in ähnlicher Weise in einem Abwärtstrend. Der Spotpreis für eine Unze Gold sank um 0,4 Prozent auf 3.985,89 Dollar. Das Edelmetall hatte am Mittwoch den niedrigsten Stand seit November 2025 erreicht.
Während der Wert des Dollars mit den wachsenden Erwartungen an Zinserhöhungen in den USA steigt, hält der Druck auf die Goldpreise an. Die Gold-Futures für August fielen ebenfalls um 0,2 Prozent auf 4.001,60 Dollar. Insbesondere Goldbarren wurden am Mittwoch aufgrund der gestiegenen Erwartungen an eine Straffung durch die Fed erstmals seit langer Zeit wieder unter 4.000 Dollar gehandelt.
Die Märkte werden die nächsten Schritte der Fed genau beobachten. Die Suche nach einer Richtung bei den Edelmetallen wird weiterhin im Schatten der geldpolitischen Entscheidungen stehen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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