Steigende Ölpreise begrenzen den Anstieg bei Gold
Die zuletzt gestiegenen Energiepreise haben Gold wieder in den Fokus der Anleger gerückt, während sie gleichzeitig für Schwankungen bei den Erwartungen hinsichtlich möglicher Zinssenkungen in den USA gesorgt haben.
Auf den globalen Märkten stieg der Goldpreis pro Unze am Freitag um 0,8 Prozent auf 5.118,75 Dollar, begünstigt durch einen schwächeren Dollar und sinkende Renditen bei US-Staatsanleihen. Bei den Gold-Futures für April in den USA war hingegen ein Seitwärtstrend bei 5.123,30 Dollar zu beobachten.
Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade, kommentierte: „Der Rückzug des Dollars von seinen Höchstständen hat es Gold ermöglicht, vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Risiken Raum für einen Anstieg zu finden“, wies jedoch darauf hin, dass Gold auf Wochenbasis immer noch einen Wertverlust von etwa 1 Prozent verzeichnet.
Es wird darauf hingewiesen, dass die steigenden Ölpreise die Erwartungen an kurzfristige Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) schwächen. Mit dem Anstieg der Energiekosten sind die Zweifel an einer schnellen Zinssenkung in den USA gewachsen, was die Anleger verunsichert hat. Sollten die hohen Ölpreise anhalten, begrenzen der Inflationsdruck und die Unsicherheit über die Geldpolitik die Attraktivität von Gold.
Der leichte Rückgang der US-Währung am Freitag machte Gold und andere Rohstoffe, die in Dollar gehandelt werden, für ausländische Investoren attraktiver. Auch der Rückgang der Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen steigerte das Interesse an Gold, das keine Zinsen abwirft.
Regionale Spannungen tragen ebenfalls zur Volatilität an den Märkten bei. Zuletzt haben die Äußerungen des iranischen Religionsführers Ali Chamenei, dass die Straße von Hormus strategisch geschlossen gehalten werde, die Sorgen insbesondere an den Energiemärkten verschärft und die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass sich Störungen der globalen Energieversorgung in den Preisen niederschlagen.
US-Präsident Donald Trump hat den Fed-Vorsitzenden Jerome Powell angesichts der steigenden Ölpreise erneut zu einer Zinssenkung aufgefordert. Obwohl die jüngsten Inflationszahlen den Eindruck erwecken, dass der Preisanstieg unter Kontrolle ist, sind die Auswirkungen der Spannungen mit dem Iran und des starken Anstiegs der Ölpreise auf den Markt noch nicht vollständig absehbar. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf den für den Tagesverlauf erwarteten Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) für Januar.
Neben Gold war auch bei anderen Edelmetallen ein Anstieg zu beobachten. Spot-Silber legte um 1,4 Prozent auf 84,96 Dollar pro Unze zu, Platin stieg um 0,9 Prozent auf 2.151,97 Dollar und Palladium kletterte um 1,4 Prozent auf 1.640,64 Dollar.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger