Steigende Spannungen zwischen Russland und der Ukraine beleben die Ölmärkte
Nach der Eskalation der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine wurde ein Aufwärtstrend bei den Ölpreisen beobachtet.
Der weltweit beobachtete Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg auf den internationalen Märkten auf 61,34 US-Dollar, während die Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur gleichen Zeit bei 57,89 US-Dollar gehandelt wurde. Brent-Öl, das gestern auf Tagesbasis auf 61,68 US-Dollar gestiegen war und bei 61,23 US-Dollar schloss, begann den Tag mit einem leichten Anstieg.
Der Anstieg der Ölpreise wurde durch die Sorge beeinflusst, dass die Friedensgespräche gefährdet sein könnten, nachdem Russland die Ukraine beschuldigt hatte, mit einer Drohne den offiziellen Amtssitz von Präsident Wladimir Putin angegriffen zu haben. Zudem übten die anhaltenden Erwartungen hinsichtlich Zinssenkungen durch die US-Notenbank (Fed) Aufwärtsdruck auf die Preise aus.
Der russische Außenminister Sergei Lawrow erhob in einer Erklärung schwere Vorwürfe gegen die Ukraine und sagte: „Russlands Ansatz für Verhandlungen wird unter Berücksichtigung des endgültigen Übergangs des Kiewer Regimes zur Politik des Staatsterrorismus neu bewertet werden.“ Lawrow kündigte zudem an, dass auf den Angriffsversuch reagiert werde. Auf der anderen Seite wies der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Vorwürfe bezüglich des Drohnenangriffs zurück.
Die zunehmenden Spannungen und die Unsicherheit verschärften die Versorgungssorgen entlang der russisch-ukrainischen Front und stützten die Ölpreise. Insbesondere Russlands Drohung mit Vergeltungsmaßnahmen und die Unklarheiten bei den Verhandlungen verstärkten die Volatilität an den globalen Rohstoffmärkten.
Auf Seiten der US-Notenbank konzentrieren sich die Märkte auf das Protokoll der Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der Fed. Es ist bekannt, dass die Fed den Leitzins im Jahr 2025 durch drei Zinssenkungen auf eine Spanne von 3,50 bis 3,75 Prozent gesenkt hat. Für die kommenden Monate März und Juli werden zwei weitere Senkungen erwartet. Da die Amtszeit von Fed-Chef Jerome Powell endet und ein Nachfolger ernannt wird, bestehen weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich der künftigen Geldpolitik.
Die anhaltend starken Erwartungen auf Zinssenkungen im wirtschaftlichen Umfeld stützen die Aufwärtsbewegung beim Ölpreis. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Wahrnehmung eines politischen Drucks auf die Unabhängigkeit der Fed zu einer vorsichtigen Haltung an den Märkten führt, was größere Preissprünge bis zu einem gewissen Grad begrenzt.
Analysten merken an, dass technisch gesehen bei Brent-Öl die Marke von 62,50 US-Dollar als Widerstand und 52,50 US-Dollar als Unterstützung zu beobachten ist.
Nachrichtenquelle: 12punto
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