Scharfe Kritik von TÜRK-İŞ-Chef Atalay an der Regierung! 'Die Arbeiter haben keine Kraft mehr zum Durchhalten'
TÜRK-İŞ-Vorsitzender Ergün Atalay übte scharfe Kritik an der Regierung bezüglich der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst und kündigte an, dass sich die Arbeiter auf Widerstand gegen die Lebenshaltungskosten und Streikverbote vorbereiten.
Der Vorsitzende des Gewerkschaftsbundes TÜRK-İŞ, Ergün Atalay, äußerte sich auf einer Pressekonferenz in Ankara zu den laufenden Tarifverhandlungen für Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Atalay wies auf die Unzulänglichkeit der zuletzt gestiegenen Arbeitergehälter und den Überlebenskampf der Arbeiter hin.
Atalay betonte, dass insbesondere die Arbeiter im öffentlichen Dienst, die zwischen 34.000 TL und 40.000 TL verdienen, eine schwierige Zeit durchleben. Er unterstrich, dass diese Löhne unzureichend seien, und reagierte auf Arbeitgeber, die keine Arbeitskräfte finden, mit den Worten: "Sie können hingehen, wohin sie wollen."
KRITIK AN MEHMET ŞİMŞEK
Atalay kritisierte den Minister für Schatz und Finanzen, Mehmet Şimşek, und erklärte, dass dieser keine positiven Schritte für die Werktätigen unternommen habe. Atalay sagte, dass die von Şimşek verfolgte Wirtschaftspolitik weder den Arbeitern, den Rentnern, den Subunternehmern noch den Praktikanten zugutekomme.

UNTERSCHEIDUNG ZWISCHEN ARBEITERN UND BEAMTEN
Atalay übte auch Kritik an einigen Beamtengewerkschaften und erklärte, dass der Wert der Arbeiter besser verstanden werden müsse. "Beamtengewerkschaften sollten die Arbeiter nicht herabwürdigen", sagte Atalay und fügte hinzu, dass die Arbeitsbedingungen der Arbeiter hart seien und diejenigen, die körperlich arbeiten, mehr Anerkennung verdienen würden.
Atalay wies auf die Bedeutung des Tarifverhandlungsprozesses für die Arbeiter im öffentlichen Dienst hin und richtete einen Appell an die Regierung. Er forderte, dass die Forderungen der Arbeiter berücksichtigt werden müssten, und sagte: "Die Arbeiter haben keine Kraft mehr zum Durchhalten."
Atalay erklärte, dass die Arbeiter, die sich darauf vorbereiten, Streikentscheidungen im Rahmen des Tarifverhandlungsprozesses zu treffen, Widerstand gegen Streikverbote leisten werden, die mit nationaler Sicherheit begründet werden. Er kritisierte die aus der Zeit des 12. September stammenden Streikverbote und sagte: "Die Arbeiter müssen ihren Unmut an jedem Punkt zeigen."

UNZUREICHENDE POLITIK DER REGIERUNG ZU ARBEITNEHMERRECHTEN
Atalay erklärte, dass die Regierung in ihrer Politik zu Arbeitnehmerrechten unzureichend sei und neue Regelungen zur Verbesserung der Arbeitergehälter erforderlich seien. Zudem äußerte er, dass die Arbeitgeber nicht nur über finanzielle Themen verhandeln wollten.
Atalay wies auf den Rückgang der qualifizierten Arbeitskräfte in der Türkei hin und darauf, dass die Regierung diesbezüglich keine ausreichenden Maßnahmen ergreife. Er betonte zudem, dass die Unfälle im Bereich Arbeitsschutz und -sicherheit von Tag zu Tag zunähmen und die Arbeitsbedingungen der Arbeiter verbessert werden müssten. In Bezug auf die jüngsten Verhaftungen kritisierte Atalay die ungerechtfertigte Inhaftierung von Personen, deren Schuld noch nicht rechtskräftig festgestellt wurde. Er betonte, dass die Gerechtigkeit zu spät komme und die Grundprinzipien der Demokratie verteidigt werden müssten. Atalay erklärte, dass der Mindestlohn für den Lebensunterhalt nicht ausreiche und eine gesetzliche Regelung in diesem Bereich erforderlich sei. Er fügte hinzu, dass TÜRK-İŞ nicht am Mindestlohnausschuss teilnehmen werde, aber weiterhin die Rechte der Arbeiter in dieser Angelegenheit verteidigen werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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