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Vorsicht bei kleinen Fehlern in der Rentenplanung: Verzögerungen von bis zu 10 Jahren möglich

Fehler bei der Anrechnung von Geburtszeiten und bei Statuswechseln zwischen Bağkur und SSK können im Rentenprozess zu jahrelangen Verzögerungen und erheblichen finanziellen Einbußen führen. Der Sozialversicherungsexperte Özgür Erdursun betont, dass solche Nachteile durch eine korrekte Planung vermieden werden können.

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Vorsicht bei kleinen Fehlern in der Rentenplanung: Verzögerungen von bis zu 10 Jahren möglich

Bürger, die auf ihre Rente warten und nicht unter die EYT-Regelung fallen, suchen nach Wegen, um Fehler im System zu vermeiden. Der Sozialversicherungsexperte Özgür Erdursun gab in einer Sendung, an der er teilnahm, bemerkenswerte Warnungen ab und erläuterte die häufigsten Fehler anhand von Beispielen.

Laut Erdursun führen falsch berechnete Geburtsanrechnungen und fehlerhafte Wahlen des Versicherungsstatus sowohl zu finanziellen Verlusten als auch zu dem Risiko, deutlich später als erwartet in Rente zu gehen.

Anhand eines Beispiels erläuterte Erdursun die Situation einer 1987 geborenen Arbeitnehmerin, deren Versicherungseintritt im Jahr 2006 erfolgte. Die betreffende Arbeitnehmerin verfügt über insgesamt 4.897 Beitragstage und hat 360 Tage für eine Geburtsanrechnung nachgekauft. Erdursun wies jedoch darauf hin, dass diese Anrechnung nicht notwendig sei, da die Person selbst mit den vorhandenen Tagen im Jahr 2045, also im Alter von 58 Jahren, in Rente gehen könne.

„BEDEUTET NICHT 25 JAHRE UNUNTERBROCHENE BEITRÄGE“

Bezüglich der in der Öffentlichkeit für Verwirrung sorgenden 25-jährigen Versicherungsdauer stellte Erdursun klar, dass sich dieser Zeitraum nicht auf ununterbrochene Beitragszahlungen beziehe, sondern auf die Zeit, die seit dem ersten Versicherungsbeginn vergangen ist. Er merkte an, dass es für den Versicherten ausreiche, nicht 25 Jahre lang ununterbrochen Beiträge zu zahlen, sondern eine bestimmte Anzahl von Tagen (zum Beispiel 9.000 Tage) sowie einen bestimmten Zeitraum seit Versicherungsbeginn zu erfüllen.

KOSTEN KÖNNEN BEI BAĞKUR-WECHSELN STEIGEN

Erdursun warnte Gesellschafter von Unternehmen, die im Bağkur-Status versichert sind, bei der Rentenplanung vorsichtig zu sein. Er erinnerte daran, dass sich die Rentenbedingungen wieder auf Bağkur zurückstellen, wenn mehr als 1.261 der letzten 2.520 Tage auf Bağkur entfallen. Dies bedeutet eine Verpflichtung zur Zahlung von 9.000 Beitragstagen. Erdursun wies darauf hin, dass während der Dauer der Unternehmensbeteiligung weiterhin Bağkur-Beiträge gezahlt werden müssen, was langfristig zu einem erheblichen Kostenanstieg führen kann.

Der Experte erklärte, dass eine vielversprechende Regelung für diejenigen, die auf eine gestaffelte Rente warten, kurzfristig nicht in Sicht sei. Er erwarte bei möglichen Änderungen keine vollständige Aufhebung der Altersgrenze, jedoch sei eine leichte Senkung des Renteneintrittsalters möglich.

FEHLERFREIE PLANUNG BRINGT JAHRE AN ZEITGEWINN

In einem anderen Fall, bei dem eine 1973 geborene Person ihren ersten Versicherungseintritt im Jahr 1990 lange Zeit nicht bemerkt hatte, was sie in die Gefahr brachte, 10 Jahre später in Rente zu gehen, betonte Erdursun, dass Versicherungsbeginndaten und Beitragstage akribisch geprüft werden müssten. Die betreffende Person erkannte nach der Überprüfung ihres Eintrittsdatums über e-Devlet zwar, dass sie früher in Rente gehen könnte, verlor diesen Vorteil jedoch aufgrund fehlender Beiträge und falscher Planung.

Erdursun erklärte, dass eine Geburtsanrechnung nicht immer einen Vorteil biete, und zeigte anhand von Beispielen, dass hohe Nachzahlungsbeträge die spätere Rente möglicherweise nicht ausgleichen. Stattdessen empfahl er, die 3.600 Beitragstage zu vervollständigen und die letzten 1.261 Tage im Rahmen der 4A-Versicherung zu verbringen, um je nach Altersvorgabe in Rente zu gehen.

Erdursun wies auch darauf hin, dass die Rentendifferenz für diejenigen, die über Bağkur in Rente gehen, erheblich sein kann: „Die Rente derjenigen, die mit dem niedrigsten Beitrag über Bağkur in Rente gehen, kann um 30-35 Prozent niedriger sein als bei der SSK. Die Wahl des Status und die Planung sind daher sehr wichtig“, sagte er.

Abschließend unterstrich Erdursun, dass eine sorgfältige Planung des Versicherungsbeginns, der Beitragstage und des Status, unter dem man in Rente geht, unerlässlich sei. Selbst ein kleines Detail könne eine um bis zu 10 Jahre spätere Rente oder den Verlust von Tausenden von Lira bedeuten. Er betonte insbesondere, dass die Geburtsanrechnung individuell bewertet und vor einer Entscheidung eine detaillierte Berechnung durchgeführt werden müsse.


Nachrichtenquelle: 12punto

Ruhestand gestaffelte Rente