Vorsichtiger Wochenauftakt an den Märkten: US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Die globalen Märkte sind vorsichtig in die neue Woche gestartet, in der ein dichter Kalender mit makroökonomischen Daten, allen voran der US-Arbeitsmarktbericht, im Mittelpunkt steht.
Die globalen Märkte sind vorsichtig in die neue Woche gestartet, in der ein dichter Kalender mit makroökonomischen Daten, allen voran der US-Arbeitsmarktbericht, im Mittelpunkt steht. Während Unsicherheiten darüber, ob der weltweite Kampf gegen die Inflation in einer Rezession enden wird, sowie die Konflikte im Nahen Osten die Sorgen verstärken, tragen die zuletzt veröffentlichten makroökonomischen Daten dazu bei, die Ängste an den Märkten zu begrenzen.
Analysten weisen darauf hin, dass die in dieser Woche anstehenden Arbeitsmarktdaten für die künftigen Schritte der US-Notenbank (Fed) entscheidend sein könnten. Auch die heutigen Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell werden die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich ziehen.
Den am Freitag veröffentlichten Daten zufolge stiegen die persönlichen Konsumausgaben im August monatlich um 0,2 Prozent und blieben damit hinter den Erwartungen zurück. Zudem legte der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben ohne Nahrungsmittel und Energie (Kernrate) auf Jahresbasis um 2,7 Prozent zu. Die unter den Erwartungen liegenden Inflationsindikatoren haben die Hoffnung gestärkt, dass die Fed weitere Schritte zur Senkung der Zinssätze unternehmen könnte.
Der von der University of Michigan gemessene Verbrauchervertrauensindex in den USA wurde für September auf 70,1 revidiert und erreichte damit den höchsten Stand der letzten 5 Monate. Auch die Äußerungen von Fed-Vertretern bleiben im Fokus der Märkte. Am Freitag erklärte der Präsident der St. Louis Fed, Alberto Musalem, dass die Zinssätze "schrittweise" gesenkt werden sollten.
In der Preisgestaltung an den Geldmärkten bleibt die Erwartung stark, dass die Fed bis zum Jahresende die Zinsen um insgesamt 75 Basispunkte senken wird; für November wird mit einer Wahrscheinlichkeit von 54 Prozent eine Zinssenkung um 50 Basispunkte prognostiziert.
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen liegt derzeit bei 3,76 Prozent, der Dollar-Index notiert bei 100,4. Der Goldpreis pro Unze ist auf 2.655 Dollar gesunken. Der Preis für ein Barrel Brent-Öl ist mit einem Plus in die Woche gestartet und notiert aktuell mit einem Anstieg von 0,5 Prozent bei 72,3 Dollar.
Am Freitag verzeichnete der Dow-Jones-Index mit einem Anstieg von 0,33 Prozent den höchsten Schlussstand aller Zeiten, während der S&P 500 und der Nasdaq-Index um 0,13 Prozent beziehungsweise 0,39 Prozent nachgaben. Die Index-Futures in den USA sind positiv in die neue Woche gestartet.
An den europäischen Börsen herrscht eine kauforientierte Stimmung, wobei der heute in Deutschland veröffentlichte Verbraucherpreisindex (VPI) genau beobachtet wird. Im Euroraum sind die Inflationserwartungen der Verbraucher auf den niedrigsten Stand seit September 2021 gesunken.
An den asiatischen Märkten zeigt sich ein gemischtes Bild. Der für China veröffentlichte Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe lag im September mit 49,8 über den Erwartungen, während der PMI für den Dienstleistungssektor bei 50,0 verharrte. In Japan ist nach der Wahl des neuen Premierministers ein Verkaufsdruck an den Märkten zu beobachten.
An der Borsa Istanbul schloss der BIST-100-Index mit einem Rückgang von 0,53 Prozent gegenüber dem Vortag bei 9.777,46 Punkten. Der Dollar/TL-Kurs notiert zum Handelsauftakt am Interbankenmarkt bei 34,1750.
Heute stehen im Inland der Dienstleistungserzeugerpreisindex (H-ÜFE) sowie die monatlichen Geld- und Bankenstatistiken auf der Agenda, während im Ausland das Wachstum in Großbritannien, die Inflation in Deutschland und der Dallas-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe in den USA verfolgt werden. Analysten merken an, dass für den BIST-100-Index die Marken von 9.700 und 9.600 Punkten als Unterstützung sowie 10.050 und 10.200 Punkte als Widerstand fungieren.
ZU BEOBACHTENDE DATEN
- 10.00 Türkei, Dienstleistungserzeugerpreisindex (H-ÜFE) für August
- 14.30 Türkei, Monatliche Geld- und Bankenstatistiken für August
- 15.00 Deutschland, Verbraucherpreisindex (VPI) für September
- 16.00 Euroraum, Pressekonferenz der EZB-Präsidentin Lagarde
- 17.30 USA, Dallas-Fed-Index für das verarbeitende Gewerbe im September
- 20.55 USA, Pressekonferenz von Fed-Chef Powell
Nachrichtenquelle: AA
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