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Was wird die neue Route für Gold sein? Nachfrage nach dem sicheren Hafen gesunken

Die wachsenden Erwartungen an einen möglichen Frieden zwischen den USA und dem Iran haben dazu geführt, dass die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen auf dem Markt zurückgegangen ist und die Preise unter Druck gesetzt wurden.

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Was wird die neue Route für Gold sein? Nachfrage nach dem sicheren Hafen gesunken

Auf den Goldmärkten stehen in den letzten Tagen die Entwicklungen hinsichtlich eines möglichen Friedensabkommens zwischen den USA und dem Iran im Vordergrund. Mit dem wachsenden Vertrauen in die zwischen den Parteien geführten Verhandlungen haben Investoren begonnen, ihre Nachfrage nach der Eigenschaft von Gold als sicherem Hafen zu reduzieren. Diese Entwicklung führte zu einem Rückgang des Wertes von Gold pro Unze.

Auf dem Spotmarkt fiel Gold pro Unze um 0,2 Prozent auf 4.534,69 Dollar. Am Mittwoch hatten die Goldpreise noch die niedrigsten Stände seit dem 30. März getestet, sich jedoch bis zum Ende des Tages um über 1 Prozent erholt. Die Gold-Futures für Juni in den USA bewegten sich ebenfalls seitwärts bei 4.536,70 Dollar.

US-Präsident Donald Trump teilte am Mittwoch in einer Erklärung mit, dass die Friedensgespräche mit dem Iran in eine entscheidende Phase eingetreten seien. Trump fügte hinzu: „Wir nähern uns der letzten Phase“, merkte jedoch an, dass neue militärische Schritte auf dem Tisch liegen könnten, falls der Iran nicht zu einem Kompromiss bereit sei. Dennoch wurde betont, dass die Regierung in Washington für eine endgültige Entscheidung noch einige Tage abwarten werde.

Kelvin Wong, leitender Marktanalyst bei OANDA, erklärte, dass diese Entwicklungen die Risikowahrnehmung auf den Goldmärkten verringert hätten. In seiner Bewertung äußerte Wong, dass die Rhetorik über mögliche Fortschritte in Richtung Frieden zwischen den USA und dem Iran die Risikobereitschaft am Markt gestärkt und die Nachfrage nach Gold verringert habe.

Auf den Anleihemärkten war zu beobachten, dass die Renditen 10-jähriger US-Staatsanleihen um 0,3 Prozent stiegen und damit Druck auf Gold ausübten. Gold, das als zinsloses Anlageinstrument gilt, ist in einem Niedrigzinsumfeld in der Regel attraktiver. Kelvin Wong wies darauf hin, dass die Renditen 10-jähriger US-Anleihen seit März einen Aufwärtstrend zeigten, weshalb Gold keine aggressiven Käufe verzeichne.

Andererseits hat Gold seit Ende Februar, als die Spannungen zwischen den USA und dem Iran zu eskalieren begannen, mehr als 14 Prozent an Wert verloren. Während in diesem Prozess steigende Ölpreise die Inflationssorgen verschärften, setzten auch die Erwartungen, dass die Zinssätze für längere Zeit hoch bleiben könnten, die Edelmetalle unter Druck.

Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) im Laufe des Jahres wird am Markt genau beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte im Dezember wird an den Märkten mit 39 Prozent eingepreist. Auch in den Protokollen der Fed-Sitzung vom April kam die Ansicht zum Ausdruck, dass bei einem anhaltenden Verlauf über dem Inflationsziel neue straffende Schritte auf die Tagesordnung kommen könnten.

Kelvin Wong, der die Preisbewegungen von Gold kurzfristig kommentierte, gab an, dass bei Gold pro Unze 4.645 Dollar als Widerstand und 4.456 Dollar als Unterstützungsniveau hervorstechen. Wong warnte davor, dass der schwache Trend noch eine Weile anhalten könnte.

Auch bei anderen Edelmetallen wurde ein Rückgang beobachtet. Spot-Silber fiel um 0,8 Prozent auf 75,40 Dollar, Platin sank um 0,7 Prozent auf 1.936,10 Dollar. Bei Palladium gab es ebenfalls einen Rückgang um 0,4 Prozent auf ein Niveau von 1.365,12 Dollar.


Nachrichtenquelle: 12punto

USA Iran