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Wie beeinflussen die Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan die Märkte?

Die eskalierenden Spannungen zwischen Pakistan und Afghanistan haben die Risikowahrnehmung an den globalen Märkten erneut verschärft. Laut dem Ökonomen Selçuk Geçer könnten langwierige Konflikte über die Auswirkungen auf Ölpreise, Inflation und die Politik der Zentralbanken einen starken Anstieg bei Gold und Silber auslösen.

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Wie beeinflussen die Spannungen zwischen Afghanistan und Pakistan die Märkte?

Nachdem Pakistan den Krieg gegen Afghanistan erklärt hat, ist die Unruhe an den globalen Märkten gestiegen. In einer Phase, in der die Suche nach sicheren Häfen in den Vordergrund rückt, beobachten Gold- und Silberanleger die Entwicklungen genau. Der Ökonom Selçuk Geçer, der bei Sözcü TV zu Gast war, bewertete die Szenarien, die an den Märkten eintreten könnten, falls sich die Konflikte hinziehen.

Geçer erklärte, dass die Rohstoffpreise bei einer Verschärfung des Krieges nicht mehr zu kontrollieren seien, und äußerte sich wie folgt:

"Man muss sich ansehen, welche wirtschaftliche Lage die Welt erwartet, wenn der Krieg an Intensität gewinnt. Der Krieg zwischen Afghanistan und Pakistan war schon lange absehbar.

Betrachtet man die wirtschaftliche Seite, wird ein inflationärer Druck entstehen. Dies sind alles Länder, die mit Öl verbunden sind. Sollte dieser Prozess anhalten, wird die Weltkarte neu gezeichnet werden. Auch die Ölpreise werden unter dem Einfluss dieser Konflikte steigen. Es wird erwartet, dass der Ölpreis über 100 Dollar steigt. Dies könnte dazu führen, dass die Fed und die Europäische Zentralbank eine Pause bei den Zinssenkungen einlegen oder diese sogar erhöhen. Was passiert, wenn die Zinssenkungen pausiert werden?"

GEOPOLITISCHES RISIKO RÜCKT ROHSTOFFE IN DEN FOKUS

"Unter normalen Bedingungen, in einem Umfeld ohne geopolitische Risiken, ist es für Gold keine gute Situation, wenn große Zentralbanken die Zinsen erhöhen. Gold würde nachgeben, aber ich betone noch einmal: nur wenn die Bedingungen normal sind. Doch wenn wie aktuell geopolitische Risiken bestehen, die Ölpreise aufgrund des Krieges steigen, Inflation herrscht und die Zentralbanken die Zinsen erhöhen, kann man die Gold- und Silberpreise nicht aufhalten.

Die Welt befindet sich in einem komplexen Prozess. Die Summe all dieser Faktoren führt dazu, dass Gold und Silber steigen, während bei Aktien und Kryptowährungen der Verkaufsdruck massiv zunimmt. Auch bei Anleihen ist ein Anstieg der Zinsen zu beobachten. Der Zeitraum 2026-27 wird nun von Kriegen und geopolitischen Risiken bestimmt werden."

DEVISENDRUCK AUF DEM INNENMARKT HÄLT AN

"Ich erwarte keinen Anstieg bei Dollar und Euro; hier herrscht Druck. Es gibt eine ausländische Gruppe, die dieses Land ausblutet und für wahnsinnige Zinszahlungen sorgt. Sie erzielen in der Türkei hohe Zinserträge. Es gibt diejenigen, die in der Türkei Zinserträge von 40 bis 50 Prozent erzielen. Sie erwirtschaften dort ihre Zinsgewinne.

Der Grund, warum Exporteure, Produzenten und Bürger gleichermaßen aufschreien, ist, dass der Wechselkurs nicht auf dem richtigen Niveau ist. Der Dollar liegt eigentlich schon bei 85 bis 90 Lira. Dies hat zuletzt auch der Vorsitzende der İHKİB bestätigt: Alle Kosten seien um 4100 Prozent gestiegen, während der Anstieg des Wechselkurses nur 200 Prozent betrug. Er sagte, wir seien doppelt so teuer wie Europa. Freuen Sie sich nicht darüber, dass der Wechselkurs sinkt."


Nachrichtenquelle: 12punto