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„Gold“-Einsatz bei den Zentralbankreserven: 74 Milliarden Dollar Verkauf in einer Woche

Nach Einschätzungen des 12punto-Autors Prof. Dr. Duran Bülbül gab es in der ersten Märzhälfte einen bemerkenswerten Rückgang der Reserven der türkischen Zentralbank (TCMB). Besonders hervorzuheben sind der Rückgang der Nettoreserven ohne Swaps um 22 Milliarden Dollar sowie der drastische Einbruch der Goldreserven.

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„Gold“-Einsatz bei den Zentralbankreserven: 74 Milliarden Dollar Verkauf in einer Woche

In der ersten Märzhälfte kam es zu einer außergewöhnlichen Bewegung bei den Reserven der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB). Laut dem von Prof. Dr. Duran Bülbül gegenüber 12Punto hervorgehobenen Bild hat die Regierung in großem Umfang Reserven verkauft, um den Wechselkurs zu stützen und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu bewältigen.

Professor Dr. Duran Bülbül äußerte sich zu diesem Thema wie folgt:

Wir sind das Land, das in diesem Krieg wirtschaftlich am stärksten betroffen ist. Eine längere Dauer wird das Abschmelzen der Ressourcen der Zentralbank beschleunigen. Dies wird einen stagflationären Effekt haben: Einerseits Inflation, hohe Steuern und Zinsen, andererseits eine deflationäre Schrumpfung und steigende Arbeitslosigkeit. Hohe Preissteigerungen sind unvermeidlich. Jede Steuererhöhung und jeder Preisanstieg wird eine Verarmung mit sich bringen.

Bülbül äußerte sich auch zu den Goldkursen auf dem Markt und wies darauf hin, dass es einen Preisunterschied von 500 TL pro Gramm gebe. Er erklärte: 'Es wird so dargestellt, als sei der Goldpreis gefallen. Doch die Situation ist keineswegs so'.

DRASTISCHER UNTERSCHIED ZWISCHEN ZWEI DATEN

Beim Vergleich der Daten vom 6. März und 19. März spiegelte sich die Veränderung im „Arsenal“ der Zentralbank wie folgt in den Zahlen wider:

Datenpunkt (Milliarden $) | 6. März | 19. März | Veränderung |

Bruttoreserven 197,5 | 177,5 | -20,0 |

Goldreserven 134,7 | 116,1 | -18,6 |

Devisenreserven 62,8 | 61,4 | -1,4 |

Nettoreserven 78,8 | 57,4 | -21,4 |

Nettoreserven ohne Swaps 65,0 | 43,0 | -22,0 |

WARUM SCHMELZEN DIE GOLDRESERVEN?

Das auffälligste Detail in den Daten war der starke Rückgang der Goldreserven. Prof. Dr. Duran Bülbül betont, dass innerhalb von nur einer Woche etwa 52 Tonnen Gold (im Wert von 74 Milliarden Dollar) verkauft wurden.

Die drei kritischen Punkte, auf die dieses Bild hindeutet, sind:

* Intervention am Wechselkurs: Um den Aufwärtsdruck auf die Devisenkurse zu brechen, werden Gold- und Devisenbestände, die die „echte“ Liquidität repräsentieren, anstelle der Bruttoreserven auf den Markt gebracht.

* Blutverlust bei den Nettoreserven: Der Rückgang der Nettoreserven ohne Swaps von 65 Milliarden Dollar auf 43 Milliarden Dollar zeigt das Ausmaß der Schrumpfung der Eigenmittel der Zentralbank.

* Krieg und regionale Risiken: Der Druck des Krieges in der nahen Geografie auf die türkische Wirtschaft führt dazu, dass die Reserven aggressiver als „Puffer-Mechanismus“ eingesetzt werden.

>Anmerkung der Redaktion: Dass die Zentralbank innerhalb eines kurzen Zeitraums von 13 Tagen einen Rückgang der Nettoreserven ohne Swaps um 22 Milliarden Dollar verzeichnete, beweist, dass die Wirtschaftsführung ihre stärksten Instrumente (wie Gold) einsetzt, um das Wechselkursgleichgewicht zu sichern.


Nachrichtenquelle: 12punto