Zinserwartungen in der Türkei steigen: Experten prognostizieren Anhebung durch die Zentralbank
Kurz vor der bevorstehenden Sitzung des geldpolitischen Ausschusses der Zentralbank der Republik Türkei haben sich in Finanzkreisen die Prognosen verdichtet, dass der Zinssatz auf 40 Prozent angehoben wird.
Die bevorstehende Sitzung des geldpolitischen Ausschusses (PPK) der Zentralbank in der kommenden Woche wird in der wirtschaftlichen Agenda aufmerksam verfolgt. In diesem Prozess dienen die Einschätzungen aus internationalen Finanzkreisen als Wegweiser für die Zukunft der Geldpolitik.
Führende Analyseinstitute der globalen Märkte weisen darauf hin, dass die bestehenden Risiken für die Preisstabilität in der Türkei trotz der in den vergangenen Wochen ergriffenen Straffungsmaßnahmen weiterhin von Bedeutung sind. In jüngsten Analysen wird zwar betont, dass die seit Dezember umgesetzten makroprudenziellen Maßnahmen den Trend zur Dollarisierung begrenzt haben, jedoch wird auch die Notwendigkeit einer weiterhin straffen Geldpolitik für einen gewissen Zeitraum hervorgehoben. Insbesondere wird auch bewertet, dass eine kurzfristige Unterbrechung der Zinserhöhungen noch nicht vollständig vom Tisch ist.
NEUE WIRTSCHAFTLICHE GLEICHGEWICHTE, INFLATIONS- UND ÖLSZENARIEN
In den zuletzt veröffentlichten Wirtschaftsanalysen wurden die wichtigsten Annahmen erörtert, die das makroökonomische Umfeld im Jahr 2026 prägen werden. Demnach wird für die Türkei ein Wachstum von 3 Prozent für das Gesamtjahr prognostiziert, während geschätzt wird, dass die Straße von Hormus in der zweiten Jahreshälfte schrittweise wieder für den Handelsverkehr geöffnet wird. Der durchschnittliche Preis für ein Barrel Öl wird für das Jahr 2026 auf etwa 90 Dollar geschätzt. Unter diesen Szenarien erscheint ein Anstieg des Verbraucherpreisindex (VPI) um 30 Prozent zum Jahresende wahrscheinlich.
In den Analysen wird zudem darauf hingewiesen, dass aufgrund der Auswirkungen globaler wirtschaftlicher und geopolitischer Entwicklungen Abwärtsrisiken für das externe Gleichgewicht der Türkei bestehen und daher wachstumsfördernde fiskalpolitische Instrumente nur begrenzt eingesetzt werden können.
SCHWIERIGKEITEN AUF DEM WEG ZUR DESINFLATION
Die von Ökonomen vorgelegten Berichte zeigen auf, dass es in der Türkei ernsthafte Hindernisse für einen Rückgang der Inflation gibt. Die anhaltende Inflationsspirale, erhebliche Abweichungen von den Zielvorgaben bei den Erwartungen, geopolitische Spannungen in der Region und insbesondere plötzliche Veränderungen auf dem Energiemarkt werden als Hauptrisiken aufgeführt. Zudem wird der anhaltende monatliche Anstieg der Erzeugerpreise außerhalb des Nahrungsmittelsektors um nahezu 3 Prozent als wichtiger Indikator dafür gewertet, dass der Kostendruck weiterhin stark ist.
Betrachtet man die zuletzt veröffentlichten Inflationsdaten, so zeigten die Verbraucherpreise einen monatlichen Anstieg von 1,7 Prozent, was den Prognosen entsprach, und die jährliche Inflationsrate erreichte 32,6 Prozent. Während festgestellt wurde, dass die Bewegungen bei den Nahrungsmittel- und Energiepreisen den Abwärtstrend der Gesamtinflation unterstützten, wurde vermerkt, dass der Rückgang der Kerninflation unter dem Einfluss saisonaler Veränderungen bei den Textil- und Bekleidungsausgaben begrenzt blieb.
Darüber hinaus deutet der von der Zentralbank verfolgte Median-Inflationsindikator, dessen Dreimonatsdurchschnitt 2,15 Prozent erreicht hat, auf einen annualisierten VPI von 29 Prozent hin.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
Ümit Özdağ kommentiert neue Parteigründung
Strenge Kontrollen für Fahranfänger
Enver-Altaylı-Vorwurf in der Akte Yazıcıoğlu