Zusätzliche Preiserhöhungen für Alkohol und Zigaretten stehen bevor
Wie bekannt wurde, wird für die Produktion und den Handel von Alkohol und Zigaretten neben den bereits hohen Steuern nun auch eine Kautionspflicht eingeführt. Aufgrund der steigenden Kosten werden zusätzliche Preiserhöhungen für alkoholische Getränke und Zigaretten erwartet.
Wie die Zeitung Sözcü berichtet, werden die Sicherheiten für die Produktion und den Handel von Alkohol und Zigaretten jedes Jahr automatisch um die Neubewertungsrate erhöht. Laut dem Entwurf des Kommuniqués Nr. 2023/50, das vom Ministerium für Land- und Forstwirtschaft zur Einführung einer Kautionspflicht für die Produktion und den Handel von Tabak und alkoholischen Getränken vorbereitet wurde, werden die Sicherheiten ohne Übergangsfrist ab dem 1. Januar 2024 obligatorisch und müssen spätestens innerhalb von 60 Tagen gezahlt werden.
Die Sicherheiten können neben Bargeld auch durch Bankbürgschaften oder inländische Staatsanleihen hinterlegt werden. Dem Entwurf zufolge müssen alle Unternehmen, die Zigaretten herstellen oder importieren, 50 Millionen TL, Hersteller von Makaronen 40 Millionen TL sowie Hersteller von Zigarettenpapier und Filtern jeweils 5 Millionen TL als Sicherheit hinterlegen. Zudem werden alle Produkte, einschließlich Wasserpfeifentabak, Zigarren und Pfeifentabak, mit zusätzlichen Kosten belastet. Für fermentierte alkoholische Getränke wie Bier und Wein werden je nach Kapazität Sicherheiten zwischen 5 und 50 Millionen Lira fällig; für destillierte alkoholische Getränke wie Raki, Whisky, Gin und Wodka müssen unabhängig von der Kapazität 50 Millionen Lira hinterlegt werden.
Es wurde berichtet, dass die ohne Rücksprache mit der Branche vorbereitete Regelung auch den Weinexport und den Gastronomietourismus treffen wird.
Der CHP-Abgeordnete für Tekirdağ, İlhami Özcan Aygun, erklärte, die Regierung bereite sich darauf vor, der heimischen Alkoholproduktion und den weinbauenden Landwirten einen weiteren schweren Schlag zu versetzen: „Die Landwirte werden gezwungen sein, ihre Trauben zu Schleuderpreisen zu verkaufen. Unsere einheimischen und nationalen Weinproduzenten werden verschwinden. Sie haben es auf die kleinen und mittleren Weinproduzenten unseres Landes abgesehen. Das Ziel ist es, die türkischen Produzenten den globalen Weinherstellern zum Fraß vorzuwerfen und den Sektor ausländischen Monopolen zu überlassen. Wir stehen einem Kommuniqué gegenüber, das sowohl ideologisch motiviert als auch feindselig gegenüber einheimischen Produzenten ist“, sagte er.
Nachrichtenquelle: 12punto
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