Betrugsmasche bei Second-Hand-Verkaufsplattformen aufgedeckt
Experten von Kaspersky haben kürzlich einen Betrugsversuch aufgedeckt, der auf Nutzer einer beliebten E-Commerce-Plattform für Second-Hand-Waren in der Türkei abzielte.
Um den Angriff zu starten, müssen die Kriminellen zunächst Kontakt zum potenziellen Opfer aufnehmen. Dies geschieht, indem sie Kommentare zu bestimmten zum Verkauf stehenden Produkten auf der E-Commerce-Plattform hinterlassen. In dem Kommentar bekunden sie ihr Interesse am Kauf der jeweiligen Ware und bitten den Verkäufer, sie über eine von ihnen angegebene Telefonnummer zu kontaktieren.
Nach der telefonischen Kontaktaufnahme wird dem potenziellen Opfer des Betrugs mitgeteilt, dass bei der Durchführung des Kaufvorgangs ein Fehler aufgetreten sei. Um das Problem zu beheben, wird der Verkäufer aufgefordert, die Zwei-Faktor-Authentifizierung über einen geteilten Link zu aktivieren. Der geteilte Link leitet die Person auf eine Phishing-Website weiter, die wie eine Version der E-Commerce-App aussieht, in der die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert ist, und die ein Anwendungspaket für Android enthält. Auf diese Weise lädt das Opfer eine riskante Anwendung auf sein Android-Smartphone herunter, die auf den Bildschirminhalt zugreifen, mit anderen Anwendungen interagieren und ähnliche Schadsoftware verbreiten kann.
AUCH BELIEBTE PLATTFORMEN SIND BEDROHT
Der Kaspersky-Sicherheitsforscher Mert Değirmenci, dessen Ansichten in der Erklärung zitiert wurden, wies darauf hin, dass beliebte E-Commerce-Plattformen die Aufmerksamkeit von Cyberkriminellen auf sich ziehen, die versuchen, die geringe digitale Kompetenz potenzieller Opfer durch Phishing auszunutzen, das nach wie vor eine der populärsten Betrugsarten ist.
Değirmenci erklärte: „Wenn Sie eine spezielle E-Commerce-Plattform nutzen, wird empfohlen, die Kommunikation dort zu belassen und keinen Links zu anderen Websites zu folgen. Zudem ist es sehr wichtig, vorsichtig zu sein, sich beim Verkauf oder Kauf nicht hetzen zu lassen und alle Nachrichten, insbesondere solche mit Links, doppelt zu prüfen. Andernfalls kann die geplante Transaktion zu Geldverlusten oder zur Infizierung des Geräts mit Schadsoftware führen.“

Kaspersky-Experten empfehlen Folgendes, um nicht Opfer von Phishing-Fallen zu werden:
„Öffnen Sie E-Mails oder Nachrichten und klicken Sie nur dann auf Links, wenn Sie sicher sind, dass Sie dem Absender vertrauen können. Wenn ein Absender legitim erscheint, der Inhalt der Nachricht jedoch seltsam wirkt, bestätigen Sie den Sachverhalt, indem Sie den Absender über einen alternativen Kommunikationskanal kontaktieren. Wenn Sie eine spezielle E-Commerce-Plattform nutzen, führen Sie die Kommunikation dort fort und folgen Sie keinen Links zu anderen Websites.“
Wenn Sie vermuten, dass Sie es mit einer Phishing-Seite zu tun haben, überprüfen Sie die Schreibweise der URL der Website. Die URL kann Fehler enthalten, die auf den ersten Blick schwer zu erkennen sind, wie etwa eine 1 statt eines I oder eine 0 statt eines O. Verwenden Sie auf allen Ihren persönlichen Geräten eine bewährte Sicherheitslösung. Dank des Zugriffs auf internationale Bedrohungsdatenbanken sind diese Lösungen in der Lage, Spam- und Phishing-Kampagnen zu erkennen und zu blockieren.“
Nachrichtenquelle: AA
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