Biologisch abbaubarer Kunststoff aus Tee-Fabrikabfällen hergestellt
In Trabzon haben Gymnasiasten aus Tee-Fabrikabfällen einen vollständig umweltfreundlichen Kunststoff entwickelt, der in der Natur in kurzer Zeit abgebaut werden kann.
Im Faruk Başaran Wissenschafts- und Kunstzentrum haben Ecem Naz Yılmaz und Ayşegül Çabuk unter der Leitung ihrer Chemielehrerin Bahtışen Ramoğlu das Projekt "Gewinnung und Charakterisierung von antibakteriellem Hydrogel auf Hemizellulosebasis aus Tee-Fabrikabfällen" ausgearbeitet.
Im Rahmen des Projekts stellen die Jugendlichen aus dem Rohstoff, der aus Tee-Fabrikabfällen gewonnen wird, einen Biokunststoff her, der in der Natur in kurzer Zeit abbaubar ist. Damit wollen sie sowohl einen Beitrag zur Umwelt als auch zur Wirtschaft leisten.
EIN PRODUKT, DAS IN WINDELN UND WUNDVERBÄNDEN VERWENDET WERDEN KANN
Projektbetreuerin und Chemielehrerin Bahtışen Ramoğlu erklärte, dass ihr Hauptziel bei dem Projekt darin bestehe, Kunststoffe aus Abfällen herzustellen, die in der Natur in kurzer Zeit abgebaut werden können. Ramoğlu wies darauf hin, dass sie in diesem Zusammenhang Tee-Fabrikabfälle verwendet haben: "Mit dem Rohstoff, den wir aus Tee-Fabrikabfällen gewonnen haben, haben wir ein biologisch abbaubares Produkt hergestellt, das bei Bedarf auch antibakterielle Eigenschaften (die das Bakterienwachstum hemmen) erhalten kann und das wir bei Wunsch mit Wasser aufquellen lassen können."
Ramoğlu erklärte, dass es sich bei dem hergestellten Produkt um ein sogenanntes Hydrogel handelt, und fuhr wie folgt fort:
"Aufgrund seiner Eigenschaft, mit Wasser aufzuquellen, ist es ein Produkt, das insbesondere in Windeln, Wundverbänden und sogar zur Wasserspeicherung im Boden verwendet werden kann. Wir haben dies bei Wundverbänden getestet. Dafür haben wir die antibakterielle Eigenschaft von natürlichem Zimtöl genutzt und positive Ergebnisse erzielt."
Ramoğlu betonte, dass die Schülerinnen weiterhin an der Entwicklung des Projekts arbeiten: "Wir planen, unser Projekt in der nächsten Phase zu kommerzialisieren. Wir haben bereits unsere Patentanmeldung eingereicht und warten auf die Ergebnisse. Auf diese Weise wollen wir sowohl einen Beitrag zur Umwelt als auch zur Wirtschaft leisten."

Die Schülerin Ayşegül Çabuk erklärte, dass sie sich als Schülerinnen des Wissenschafts- und Kunstzentrums bereits seit der 5. Klasse mit solchen Projekten beschäftigen.
Çabuk drückte aus, dass sie in diesem Rahmen ein Projekt durchführen, um Teeabfälle wirtschaftlich nutzbar zu machen: "Diese Arbeit hat uns 3 Jahre gekostet. Wir setzen unsere Arbeiten weiterhin fort. Wir möchten dies noch weiterentwickeln und in die Serienproduktion gehen."
Çabuk wies auch auf die Bedeutung des gewonnenen Produkts hin und hielt fest:
"Da das von uns gewonnene Produkt biologisch abbaubar ist, wird es Umweltverschmutzung verhindern. Gleichzeitig werden wir durch die Verwertung der Abfälle den Schaden, den die Verbrennung von Abfällen der Natur zufügt, auf ein Minimum reduzieren. Auf diese Weise werden wir kostengünstige Produkte erhalten, die in vielen Bereichen eingesetzt werden können."
Nachrichtenquelle: AA
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