Das Magnetfeld der Erde ist 3,7 Milliarden Jahre alt!
Forscher haben in 3,7 Milliarden Jahre alten Gesteinen aus Grönland Spuren eines antiken Magnetfelds entdeckt. Dieser Fund belegt, dass das Magnetfeld der Erde uns bereits in der Vergangenheit vor schädlicher Strahlung der Sonne geschützt hat.
Forscher haben nachgewiesen, dass das Magnetfeld der Erde vor 3,7 Milliarden Jahren nahezu identisch mit dem heutigen war.
Wie das Discover Magazine berichtet, haben Wissenschaftler der Universität Oxford und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) anhand von 3,7 Milliarden Jahre alten Gesteinen entdeckt, dass das Magnetfeld der Erde damals fast genauso stark war wie heute.
Durch eine sorgfältige Untersuchung von Gesteinsproben aus dem Isua-Grünsteingürtel auf Grönland konnten die Forscher feststellen, dass die Stärke des Magnetfelds vor 3,7 Milliarden Jahren 15 Mikrotesla betrug. Dies entspricht der Hälfte der Stärke des heutigen Magnetfelds.
Dieser Erfolg gelang den Forschern durch die Untersuchung von Eisenpartikeln in den antiken Gesteinen, die als natürliche Magnete fungierten und die Stärke sowie die Ausrichtung des Magnetfelds konserviert hatten.
Das Magnetfeld schützt die Erde vor kosmischer Strahlung und Sonnenwinden.
Der Isua-Grünsteingürtel, der sich 150 Kilometer nordöstlich der grönländischen Hauptstadt Nuuk befindet, enthält einige der ältesten Gesteine der Erde.
"EIN WICHTIGER SCHRITT"
Claire Nichols, Geowissenschaftlerin an der Universität Oxford und Hauptautorin der Studie, erklärte, die Ergebnisse seien ein wichtiger Schritt, um die Rolle des antiken Magnetfelds zu verstehen, während das Leben auf der Erde gerade erst entstand.
Nichols wies darauf hin, dass es äußerst schwierig sei, verlässliche Daten aus 3,7 Milliarden Jahre altem Gestein zu gewinnen, und betonte, wie aufregend es gewesen sei, bei der Laboranalyse der Proben die primären magnetischen Signale zu sehen.
Es ist sehr schwierig, Gesteine zu finden, die das Alter des Erdmagnetfelds belegen. Die Hitze entlang tektonischer Platten kann jegliche konservierten Beweise in den Gesteinen verändern.
Die auf Grönland gefundenen Gesteine befanden sich jedoch auf einer dicken kontinentalen Kruste, die sie vor übermäßiger Erhitzung schützte.
Die Forscher planen, für zukünftige Studien auch antike Gesteine aus Kanada, Australien und Südafrika zu entnehmen.
Weitere Beweise über das Alter und die Entwicklung des Magnetfelds könnten den Forschern helfen zu verstehen, ob ein Magnetfeld zwingend erforderlich ist, um Leben zu ermöglichen.
Die Studie wurde in der Fachzeitschrift "Journal of Geophysical Research" veröffentlicht.
Nachrichtenquelle: AA
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