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Gefahr an Ladestationen: Sie könnten Ursache für Großbrände sein

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen rücken Infrastrukturprobleme und Brandschutzrisiken an Ladestationen in den Fokus. Experten betonen die Notwendigkeit dringender Maßnahmen und der Festlegung neuer Standards.

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Gefahr an Ladestationen: Sie könnten Ursache für Großbrände sein

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen nimmt die Zahl der Ladestationen rapide zu. Haluk Bozali, Vorsitzender der Elektrotechniker-Kammer Istanbul, warnt jedoch eindringlich vor der Unzulänglichkeit der bestehenden Infrastruktur und den damit verbundenen Brandschutzrisiken.

BEI EINEM BRAND IM KELLER KANN DIE FEUERWEHR KAUM EINGREIFEN

Bozali weist darauf hin, dass insbesondere in großen Wohnanlagen Unstimmigkeiten und rechtliche Probleme aufgrund mangelhafter Infrastruktur eine ernsthafte Bedrohung darstellen. Er erklärt, dass Brände bei Elektrofahrzeugen während des Ladevorgangs in Kellerräumen den Einsatz der Feuerwehr erheblich erschweren und diese Feuer tagelang andauern könnten. Bozali unterstreicht, dass die Infrastruktur zum Schutz der Gebäude und der Umgebung dringend modernisiert werden muss.

SYSTEMERNEUERUNG IST UNERLÄSSLICH

Die hohe Leistungsaufnahme von Ladegeräten für Elektrofahrzeuge belastet die bestehende Strominfrastruktur weiterhin stark. Bozali gibt an, dass die Infrastruktur in Istanbul selbst zwei Ladegeräte mit einer Leistung von jeweils 180 kW kaum unterstützen könne. Dies erhöhe das Brandrisiko und mache den Einsatz von dynamischen Lastmanagementsystemen zwingend erforderlich. Diese Systeme sorgen dafür, dass die Ladegeräte innerhalb der maximalen Leistungskapazität der Gebäude arbeiten, wodurch sowohl die Infrastruktur geschont als auch das Brandrisiko gesenkt wird.

STANDARDS MÜSSEN FESTGELEGT WERDEN

Haluk Bozali betont, dass Standards für Ladestationen von Elektrofahrzeugen schnellstmöglich definiert werden müssen. Er erklärte, dass die Infrastrukturplanung in Zusammenarbeit mit Elektrotechnikern und Verteilnetzbetreibern erfolgen müsse und Brandschutzmaßnahmen bereits in der Installationsphase von Experten bewertet werden sollten.

OHNE MASSNAHMEN WERDEN DIE PROBLEME ZUNEHMEN

Bozali rief Hausverwaltungen, Bürger und die zuständigen Institutionen dazu auf, sich der Problematik bewusst zu werden und schnell die notwendigen Schritte zur Lösung der Infrastruktur- und Brandschutzmängel einzuleiten. Er warnte davor, dass bei einem Ausbleiben dieser Maßnahmen in den kommenden Jahren mit weitaus größeren Problemen zu rechnen sei.


Nachrichtenquelle: 12punto

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