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„Historische Entdeckung“ der NASA: Elektrisches Feld um die Erde nachgewiesen

Nach 60 Jahren hat die NASA das elektrische Feld entdeckt, das die Erde umgibt. In der Erklärung wurde betont, dass dieses Feld ebenso bedeutend sei wie die Schwerkraft und das Magnetfeld.

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„Historische Entdeckung“ der NASA: Elektrisches Feld um die Erde nachgewiesen

Die US-amerikanische Luft- und Raumfahrtbehörde (NASA) hat bekannt gegeben, dass sie nach jahrelanger Suche das elektrische Feld nachgewiesen hat, das die Erde umgibt.

Es wurde darauf hingewiesen, dass das sogenannte ambipolare Feld ebenso wichtig sei wie die Schwerkraft und das Magnetfeld.

Seit den 1960er Jahren wurde vermutet, dass die Erde von einem elektrischen Feld umgeben ist. Da sich Atome in der Atmosphäre in einer Höhe von bis zu 250 Kilometern in negativ geladene Elektronen und positiv geladene Ionen aufspalten, wurde angenommen, dass das ambipolare Feld in dieser Höhe beginnt. Die Existenz dieses Feldes konnte jedoch bis heute nicht bewiesen werden.

Forscher der Endurance-Mission der NASA haben das ambipolare Feld nun erstmals mit einer Rakete, die in der Nähe des Nordpols gestartet wurde, nachgewiesen und dessen Stärke gemessen.

AUFSTIEG AUF 768 KM HÖHE, ABSTURZ NACH 19 MINUTEN

Die im Mai 2022 von Svalbard aus gestartete Rakete erreichte eine Höhe von 768 Kilometern und stürzte 19 Minuten später in die Grönlandsee. Das Instrument verzeichnete in einer Höhe von etwa 518 Kilometern eine Änderung des elektrischen Potenzials um 0,55 Volt.

Die im Fachmagazin Nature veröffentlichten Ergebnisse beleuchten den Prozess hinter den polaren Winden. Glyn Collinson, der Hauptautor des Artikels, erklärte: „Ein halbes Volt ist fast nichts; es ist nur so stark wie eine Uhrenbatterie.“ Er fügte hinzu: „Aber es ist genau die richtige Menge, um den polaren Wind zu erklären.“

Der Studie zufolge sind Ionen aus Wasserstoff die am häufigsten vorkommende Teilchenart im polaren Wind. Diese Ionen sind einer äußeren Kraft durch das ambipolare Feld ausgesetzt, die 10,6-mal stärker ist als die Schwerkraft.

Collinson beschreibt diesen Zustand als „ein Förderband, das die Atmosphäre in den Weltraum hebt“. Co-Autor Alex Glocer erklärte: „Das ist mehr als genug, um der Schwerkraft entgegenzuwirken und Teilchen sogar mit Überschallgeschwindigkeit in den Weltraum zu schleudern.“

DICHTE IN DEN OBEREN SCHICHTEN UM 271 PROZENT ERHÖHT

Wissenschaftler stellten zudem fest, dass dieses halbe Volt starke Feld auch die Ionosphäre in den oberen Schichten der Erdatmosphäre formt.

Es wurde nachgewiesen, dass auch Sauerstoffionen durch den Einfluss des ambipolaren Feldes aufsteigen und die Dichte in den oberen Bereichen der Ionosphäre um 271 Prozent erhöhen.

Die Wissenschaftler der Endurance-Mission geben an, dass das ambipolare Feld die Atmosphäre möglicherweise auch auf bisher unbekannte Weise beeinflusst.

Darüber hinaus wird vermutet, dass ein solches Feld auch auf Planeten wie dem Mars und der Venus existieren könnte. Collinson erklärte: „Jeder Planet mit einer Atmosphäre sollte auch ein ambipolares Feld haben.“


Nachrichtenquelle: 12punto

NASA