Wird künstliche Intelligenz das menschliche Niveau erreichen können?
Während die Hoffnungen und Risiken, die die Revolution der künstlichen Intelligenz mit sich bringt, von verschiedenen Seiten diskutiert werden, war sie auch eines der meistdiskutierten Themen auf dem Weltwirtschaftsforum (WEF).
Nick Clegg, Präsident für globale Angelegenheiten bei Metas Muttergesellschaft Facebook, und Yann LeCun, der leitende Wissenschaftler für künstliche Intelligenz desselben Unternehmens, trafen sich mit Journalisten, die 5 internationale Medienorganisationen vertraten.
Wie Independent Türkçe berichtet, erläuterten die Führungskräfte von Meta, das als eines der Unternehmen im Zentrum der KI-Revolution gelten kann, ihre Ansichten zu diesem Thema.
ES IST NOCH EIN WEITER WEG BIS ZUR MENSCHLICHEN INTELLIGENZ
LeCun erklärte, dass sie noch nicht über ein Design verfügen, das es der künstlichen Intelligenz ermöglicht, das menschliche Niveau zu erreichen. Er argumentierte, dass es noch zu früh sei, aus Angst davor Verbote und Regulierungen einzuführen:
Wir sind noch lange nicht bei einer künstlichen Intelligenz auf menschlichem Niveau; das wird noch lange dauern. Es wird einige wissenschaftliche Durchbrüche erfordern, die wir noch nicht kennen.
Der in Frankreich geborene LeCun sagte über eine KI auf menschlichem Niveau: "Erst nachdem wir Maschinen produziert haben, die sich erinnern, planen und logisch denken können, also kurz gesagt, die Welt wahrnehmen können, wird sich ein Weg eröffnen." Er teilte mit, dass dafür jahrelang, vielleicht sogar jahrzehntelang gearbeitet werden müsse.

Andererseits hat die Europäische Union, die das Gefahrenpotenzial nicht als gering einschätzt, im Dezember die weltweit erste KI-Regulierung verabschiedet. Es ist bekannt, dass auch das Vereinigte Königreich und die USA an ähnlichen Arbeiten arbeiten.
Der ehemalige stellvertretende britische Premierminister Clegg argumentierte, dass nicht Forschung und Entwicklung, sondern die Produkte selbst reguliert werden sollten:
Der einzige Grund, warum Sie denken könnten, dass es nützlich ist, Forschung und Entwicklung zu regulieren, ist die Annahme, dass KI-Systeme von Natur aus gefährlich sind oder die Welt übernehmen werden.
Clegg und LeCun äußerten sich zudem erfreut darüber, dass sich die öffentliche Debatte nach ChatGPT auf Desinformation, Urheberrechte und den Zugang zu Technologie verlagert hat.
WEF-Präsident Borge Brende sagte in seiner Abschlussrede am Freitag: "Technologie und künstliche Intelligenz waren die am stärksten fokussierten Themen. Die Teilnehmer forderten eine ausgewogene Regulierung der künstlichen Intelligenz."
Brende betonte, dass das Jahrestreffen in einer sehr kritischen Zeit stattfinde, und erklärte, dass die anhaltenden geopolitischen Krisen alle Menschen und Unternehmen weltweit beeinflussen. Er drückte aus, dass das Vertrauen in internationale Unternehmen und Institutionen zunehmend abnehme und betonte, wie wichtig der Wiederaufbau dieses Vertrauens sei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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