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100. Tag des Sputnik-Streiks

Der Streik der Journalisten im türkischen Büro der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Sputnik hat den 100. Tag erreicht. Anlässlich des 100. Tages (Freitag, 24. November) werden die Journalisten im Rahmen des am längsten andauernden Presse-Streiks der jüngeren türkischen Geschichte eine groß angelegte Presseerklärung abgeben.

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100. Tag des Sputnik-Streiks

Die 24 Journalisten, die entlassen wurden, weil sie sich in der Journalisten-Gewerkschaft der Türkei (TGS) organisiert hatten, streiken seit 100 Tagen für ihre Wiedereinstellung, die Anerkennung ihrer gewerkschaftlichen Rechte und einen Tarifvertrag. Morgen (Freitag, 24. November) um 12.30 Uhr findet vor dem Süzer Plaza, wo sich das Sputnik-Büro in der Türkei befindet, eine groß angelegte Presseerklärung statt. Am Abend wird zudem eine Social-Media-Kampagne durchgeführt.

WAS IST BEI SPUTNIK PASSIERT?

Bei Sputnik Türkei wurde im August 2022 ein gewerkschaftlicher Organisationsprozess eingeleitet, und in den ersten Tagen des Jahres 2023 wurde die erforderliche Mehrheit erreicht. Die Sputnik-Beschäftigten stellten unter der Führung der TGS einen Antrag auf Befugnis beim Arbeitsministerium. Da der Arbeitgeber im rechtlichen Verfahren keinen Einspruch gegen die Befugnis erhob, begannen die Verhandlungen über einen Tarifvertrag (TİS). Im Laufe des Prozesses fanden neun über Monate verteilte Treffen statt. In einigen Punkten wurde eine Einigung erzielt, die protokolliert wurde. Doch als es um das Thema Löhne ging, verließ die Arbeitgeberseite den Verhandlungstisch. Die türkischen Führungskräfte bei Sputnik richteten „Überzeugungsräume“ ein, um die Mitglieder zum Rücktritt zu bewegen, und übten Druck auf die Journalisten aus.

Daraufhin beschlossen die Sputnik-Beschäftigten am 24. Juli, in den Streik zu treten. Die Journalisten, die an jenem Tag an der Presseerklärung teilnahmen, wurden jedoch am 7. August unter Missachtung der Verfassung entlassen. Daraufhin begannen die TGS-Mitglieder bei Sputnik am 17. August mit dem Streik.

Trotz des Streiks nahm die Sputnik-Geschäftsführung am 11. September den Radiosender wieder in Betrieb. Obwohl während eines laufenden Streiks Einstellungsverbote gelten, wurden zahlreiche Personen neu eingestellt. Die Streikenden, die seit Beginn des Prozesses die fehlende Bereitschaft zum Dialog kritisieren, fordern das Ministerium und die zuständigen Behörden auf, das rechtliche Verfahren zu beschleunigen.




Nachrichtenquelle: 12punto

Sputnik Türkiye Türkische Journalistengewerkschaft