Appell von Lehrkräften vor dem Bildungsministerium: Einstellung der von Auswahlgesprächen betroffenen Lehrkräfte und Sicherung des Mindestgehalts
Lehrkräfte, die sich vor dem Bildungsministerium in Ankara versammelten, forderten die Einstellung von 1611 Lehrkräften, die durch Auswahlgespräche benachteiligt wurden, sowie eine gesetzliche Mindestgehaltsgarantie für Lehrkräfte im privaten Sektor.
Mitglieder der Gewerkschaft der Lehrkräfte im privaten Sektor (Özel Sektör Öğretmenleri Sendikası) und Lehrkräfte, die durch Auswahlgespräche benachteiligt wurden, setzten ihre Proteste in Ankara fort. In einer Erklärung vor dem Gebäude des Ministeriums für Nationale Bildung (MEB) wurden die Probleme der auf eine Anstellung wartenden Lehrkräfte sowie die Forderungen der im privaten Sektor tätigen Lehrkräfte nach angemessener Vergütung und Arbeitsplatzsicherheit thematisiert.
Die Lehrkräfte, die von der Gewerkschaftszentrale zum MEB-Gebäude zogen, skandierten Parolen wie: „Minister Tekin soll doch vom Mindestlohn leben, gemeinsam sind Lehrkräfte stark“. In der Erklärung vor dem Ministerium wurde gefordert, das Unrecht gegenüber den 1611 Lehrkräften, die durch die Auswahlgespräche benachteiligt wurden, zu beheben.
In der Erklärung hieß es: „Dieses Land hat es verdient, dass seine ausgebildeten Lehrkräfte nicht warten müssen, sondern sofort mit ihren Schülern zusammengebracht werden“. Es wurde argumentiert, dass es für das Bildungssystem und das öffentliche Gewissen inakzeptabel sei, einsatzbereite Lehrkräfte zu Hause warten zu lassen.
Es wurde darauf hingewiesen, dass Lehrkräfte im privaten Sektor unter niedrigen Löhnen und prekären Bedingungen arbeiten, und betont, dass die Forderung nach einem Mindestgehalt nicht nur ein wirtschaftliches Thema sei. Die Lehrkräfte erklärten, dass das Mindestgehalt eine gesetzliche Garantie darstelle, die das Ansehen des Berufs schütze und die Ausbeutung der Arbeitskraft verhindere.
In der Erklärung wurde betont: „Eine Lehrkraft, die ihren Schülern während des gesamten Schuljahres von der Zukunft träumen lässt, sollte sich nicht um ihre eigene Zukunft sorgen müssen“. Es wurde festgehalten, dass es unrealistisch sei, von einer Lehrkraft ohne Arbeitsplatzsicherheit zu erwarten, dass sie ihre volle Energie ihren Schülern widmet.
Die Lehrkräfte bekräftigten ihre Forderungen in drei Punkten: Die Einstellung der 1611 durch Auswahlgespräche benachteiligten Lehrkräfte, die bedingungslose gesetzliche Wiedereinführung des Mindestgehaltsrechts für Lehrkräfte im privaten Sektor und die Einführung unbefristeter Arbeitsverträge anstelle von befristeten Verträgen in Bildungseinrichtungen.
In der Erklärung wurde zum Ausdruck gebracht, dass das eigentliche Ziel der Lehrkräfte nicht die Protestorte, sondern die Klassenzimmer seien, und es wurde gesagt: „Wir wollen unsere Koffer nicht mehr für Proteste packen, sondern um an unsere Einsatzorte zu reisen“.
Nachrichtenquelle: 12punto
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