Bilanz der Katastrophe in Myanmar wird schwerwiegender
Die Zahl der Todesopfer nach den Erdbeben der Stärke 7,7 und 6,4, die sich am 28. März in der Region Sagaing in Myanmar ereigneten, ist auf 3.354 gestiegen. Während die Sucharbeiten unter den Trümmern andauern, wiesen die Vereinten Nationen auf die Bedeutung einer unterbrechungsfreien Lieferung von Hilfsgütern hin.
Myanmar steht nach den zwei schweren Erdbeben vom 28. März vor einer der größten humanitären Krisen seiner Geschichte. Die Beben der Stärke 7,7 und 6,4, die sich in der Nähe der Region Sagaing im Zentrum des Landes ereigneten, verursachten massive Zerstörungen.
Nach den neuesten Daten der unter militärischer Verwaltung stehenden Zeitung Global New Light of Myanmar ist die Zahl der Todesopfer der Erdbebenkatastrophe auf 3.354 gestiegen, die Zahl der Verletzten auf 4.850.
HUNDERTE MENSCHEN AUS DEN TRÜMMERN GERETTET
Such- und Rettungsteams konnten bisher 653 Menschen lebend aus den Trümmern bergen. Das volle Ausmaß der Katastrophe ist jedoch noch nicht absehbar. Es wurde berichtet, dass mehr als 200 Personen weiterhin vermisst werden und in der Region intensive Sucharbeiten für diese Menschen andauern.
Die Erdbeben betrafen nicht nur Myanmar, sondern auch die Nachbarländer Thailand und China. In beiden Ländern waren die Erschütterungen deutlich zu spüren.
UN: HILFSLEISTUNGEN SIND VON LEBENSWICHTIGER BEDEUTUNG
Nach dem Erdbeben hat die internationale Gemeinschaft Maßnahmen zur Unterstützung der Bevölkerung Myanmars ergriffen. Der UN-Botschafter Frankreichs, Jerome Bonnafont, das derzeit den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat (UNSC) innehat, erklärte, dass die Mitgliedstaaten eine gemeinsame Haltung zur Stärkung der humanitären Hilfe, der Rettungsmaßnahmen und des Wiederaufbaus in Myanmar eingenommen hätten.
Bonnafont äußerte jedoch auch Besorgnis darüber, dass die Militärverwaltung in Myanmar die Lieferung von Hilfsgütern in Gebiete verhindert, die von Rebellengruppen kontrolliert werden. Bonnafont betonte, dass Hilfslieferungen ohne politische Hindernisse erfolgen müssten, und erklärte: „Es muss ein sicheres und förderliches Umfeld geschaffen werden, damit humanitäre Hilfe ohne Diskriminierung die Bedürftigen erreicht.“
Nachrichtenquelle: AA
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