Entscheidung des Berufungsgerichts im Fall des Mordes an Sinan Ateş!
Das Berufungsgericht hat die Urteile gegen 20 Angeklagte im Zusammenhang mit der Ermordung des ehemaligen Vorsitzenden der Ülkü Ocakları Bildungs- und Kulturstiftung und Dozenten an der Hacettepe-Universität, Doç. Dr. Sinan Ateş, am 30. Dezember 2022 für rechtmäßig befunden.
Die 1. Strafkammer des Regionalgerichts Ankara hat die Berufungsprüfung der Akte zum Mordfall Sinan Ateş abgeschlossen, in dem das 32. Schwurgericht Ankara am 2. Oktober 2024 ein Urteil gefällt hatte.
Die Kammer stellte fest, dass das Urteil des erstinstanzlichen Gerichts keine verfahrensrechtlichen oder materiell-rechtlichen Mängel aufweise. Sie merkte an, dass die Überzeugungsbildung und das Ermessen des Gerichts im Einklang mit den Untersuchungsergebnissen stünden und die Urteile auf Basis des Akteninhalts nicht zu beanstanden seien.
In der Entscheidung wurde die Fortdauer der Untersuchungshaft für die inhaftierten Angeklagten angeordnet.
WAS WAR GESCHEHEN?
Ateş kam am 30. Dezember 2022 bei einem bewaffneten Angriff im Stadtviertel Kızılırmak im Bezirk Çankaya in Çukurambar ums Leben; gegen 22 Personen wurde im Zusammenhang mit dem Mord Anklage erhoben.
In der Urteilsverkündung des Gerichts am 2. Oktober 2024 wurden die Angeklagten Eray Özyağci (der Schütze), Vedat Balkaya (der Fahrer des bei der Tat verwendeten Motorrads) und Suat Kurt (der am Tatort ausspähte) wegen "vorsätzlichen Mordes durch Planung" zu lebenslanger Haft unter erschwerten Bedingungen sowie wegen "versuchten vorsätzlichen Mordes" am Nebenkläger Selman Bozkurt zu jeweils 13 Jahren Haft verurteilt. Özyağci erhielt zudem eine Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten wegen "Besitzes und Tragens einer nicht lizenzierten Schusswaffe".
Die Angeklagten Doğukan Çep und Tolgahan Demirbaş, die in der Akte als "Anstifter zur Tat" geführt wurden, wurden wegen "Anstiftung zum vorsätzlichen Mord durch Planung" zu lebenslanger Haft unter erschwerten Bedingungen verurteilt.
HAFTSTRAFEN FÜR 5 ANGEKLAGTE
Die Angeklagten Aşkın Mert Gelenbey, Murat Can Çolak und Emre Yüksel wurden wegen "Beihilfe zum vorsätzlichen Mord durch Planung" zu jeweils 18 Jahren Haft verurteilt, der Angeklagte Mustafa Uzunlar zu 15 Jahren Haft, während der Angeklagte Alper Atay wegen "Strafvereitelung" eine Freiheitsstrafe von 2 Jahren erhielt.
Die übrigen Angeklagten, Zekeriya Asarkaya, Hakan Saraç, Ufuk Köktürk, Mehmet Yüce, Osman Bayraktar, Caner Günay, Umut Ersoy, Çağlar Zorlu, Aytaç Ataç und Erdem Karadeniz, wurden von den ihnen zur Last gelegten Vorwürfen freigesprochen.
VERFAHREN VON 2 ANGEKLAGTEN ABGETRENNT
Andererseits wurde beschlossen, das Verfahren gegen die Angeklagten Serdar Öktem und Mustafa Ensar Aykal wegen "Beihilfe zum vorsätzlichen Mord durch Planung" sowie im Fall von Aykal zusätzlich wegen "rechtswidriger Erlangung und Verbreitung personenbezogener Daten" abzutrennen. Als Grund hierfür wurde angegeben, dass zur Untersuchung der Mobiltelefone der Angeklagten ein Rechtshilfeersuchen an die USA gerichtet wurde, um die Passwörter der Geräte zu erhalten.
Nachrichtenquelle: AA
Meistgelesen
Überraschende Ergebnisse zur 'neuen Partei' von Özgür Özel
Özgür Özel antwortet mit konkretem Datum zur Anzahl der Rücktritte
Waldbrand in Antalya unter Kontrolle gebracht
Huthis greifen saudischen Tanker an
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Özels Vorstoß für eine neue Partei in der Weltpresse
Die neue Regel auf dem Feld: Zermürbung
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Operation 'Papier mit Zauber und Flüchen': Hodscha, meine Frau hat die Scheidung eingereicht
Zeydan Karalars Entscheidung zur neuen Partei