Er bezeichnete die Ausrufung der Republik als 'blutigen Putsch': KİPTAŞ-Gefälligkeit für 'Yeliz'
Der Atatürkistische Gedankeverein (ADD) hat Strafanzeige gegen den ehemaligen AKP-Abgeordneten Ahmet Hamdi Çamlı erstattet, der die Ausrufung der Republik als „blutigen Putsch“ bezeichnet hatte. Zudem wurde behauptet, dass Çamlı vergünstigte Wohnungen von KİPTAŞ erhalten habe.
Der ehemalige AKP-Abgeordnete für Istanbul, Ahmet Hamdi Çamlı, ist in der Öffentlichkeit unter dem Pseudonym „Yeliz“ bekannt. Während einer Live-Übertragung in den sozialen Medien aus dem türkischen Parlament wurde durch eine versehentliche Kameradrehung auf ihn enthüllt, dass Çamlı der Inhaber dieses lange Zeit geheimnisvollen Kontos war.
Çamlı war viele Jahre lang der persönliche Fahrer von Präsident Recep Tayyip Erdoğan und zog anschließend als AKP-Abgeordneter für die 26. und 27. Legislaturperiode in das Parlament ein.
BEHAUPTUNG: DREI WOHNUNGEN GÜNSTIG VON KİPTAŞ ERWORBEN
Dem Bericht von Sözcü zufolge gehört Ahmet Hamdi Çamlı zu den Personen, die im Rahmen des Projekts „5. Levent“, das während der AKP-Verwaltung der Stadtverwaltung Istanbul (İBB) von KİPTAŞ realisiert wurde, Wohnungen erworben haben.
Es wird behauptet, dass während der Amtszeit von Mevlüt Uysal, der nach dem Rücktritt von Kadir Topbaş zum Bürgermeister von Istanbul ernannt wurde, im Rahmen einer sogenannten „Kampagne“ spezielle Rabattverkäufe an bestimmte Personen getätigt wurden.
Unter den Nutznießern dieser Rabatte sollen sich neben Bürokraten, Geschäftsleuten und KİPTAŞ-Führungskräften auch Çamlı befunden haben. Der ehemalige Abgeordnete soll drei Wohnungen zu einem Preis erworben haben, der etwa 22 Prozent unter dem Listenpreis lag.
VERGLEICH DER REPUBLIK MIT EINEM „BLUTIGEN PUTSCH“ SORGT FÜR EMPÖRUNG
Çamlı, der in der Öffentlichkeit unter dem Namen „Yeliz“ bekannt ist, hatte bereits zuvor mit Äußerungen auf seinem Social-Media-Konto, die sich gegen die Ausrufung der Republik richteten, für Empörung gesorgt.
In einem Beitrag bezeichnete Çamlı die Republik als „blutigen Putsch von 1923“ und erklärte: „Der Staat kann den Weg zu einem neuen, terrorfreien und großen Staat nicht fortsetzen, ohne mit dem blutigen Putsch von 1923 abzurechnen und sich zu versöhnen.“
Der Atatürkistische Gedankeverein (ADD) hat aufgrund dieser Äußerungen Strafanzeige gegen Ahmet Hamdi Çamlı erstattet.
Nachrichtenquelle: 12punto
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