Erste Reaktion der Yeniden Refah Partisi auf die Übertritte zur AKP
Der Sprecher der Yeniden Refah Partisi, Suat Kılıç, äußerte sich scharf zu den betreffenden Parteiwechseln.
Bei der Zeremonie zum 23. Jahrestag der AKP wurden zwei Abgeordnete und 13 Bürgermeister von Präsident Recep Tayyip Erdoğan mit dem Parteianstecker versehen. Es fiel auf, dass sieben der 15 Personen, die der AKP beitraten, zuvor der Yeniden Refah Partisi angehörten.
Der Parteisprecher Suat Kılıç reagierte prompt auf die Übertritte von seiner Partei zur AKP. In seiner Stellungnahme zu dem Thema erklärte Kılıç: "Bürgermeister, die für eine andere Partei gewählt wurden, zum Rücktritt zu bewegen und sie in die eigene Partei aufzunehmen, ist eine unfaire und ungerechte Praxis."
‘EINE UNGERECHTE PRAXIS’
Kılıç betonte in seiner Erklärung: „Die Macht und Stärke des Staates zu nutzen, um gewählte Bürgermeister der Opposition unter Druck zu setzen, ist nicht mit dem Gesetz vereinbar“, und fügte hinzu:
"Der Wille des Volkes hat sich an der Wahlurne manifestiert. Von diesem Moment an war es die Aufgabe der gewählten Bürgermeister, das ihnen vom Volk anvertraute Mandat fünf Jahre lang zu schützen. Wir können dies nicht als einen normalen Vorgang betrachten. Ein bedeutender Teil dieser Bürgermeister ist heute der AKP beigetreten. Die Macht und Stärke des Staates zu nutzen, um gewählte Bürgermeister der Opposition unter Druck zu setzen, ist nicht mit dem Gesetz vereinbar.
Bürgermeister, die für eine andere Partei gewählt wurden, zum Rücktritt zu bewegen und sie in die eigene Partei aufzunehmen, ist eine unfaire und ungerechte Praxis. Dies widerspricht völlig der Logik der Wahl und der soziologischen Reflexion der Politik.
‘EIN ORTSWECHSEL NUTZT WEDER DEM GEHENDEN NOCH DEM BLEIBENDEN’
Die YRP verfügt nicht über Ministerien oder große Budgets, wir können unseren gewählten Bürgermeistern keine Kredite gewähren. Man kann Bürgermeister nicht handlungsunfähig machen, und wenn Bürgermeister deshalb ihre Partei wechseln wollen, führt dies zu einer großen Ungerechtigkeit. Ein Ortswechsel nutzt weder demjenigen, der geht, noch demjenigen, der bleibt.
Gewählte Bürgermeister sollten in ihren eigenen Parteien bleiben. Wenn es ausgrenzende Praktiken gibt, die sie an ihrer Arbeit hindern, sollten sie dies der Öffentlichkeit erklären. Das ist der richtige Weg."
AUCH FATİH ERBAKAN SPRACH VON 'POLITISCHER ERPRESSUNG'
Auch der Parteivorsitzende Fatih Erbakan äußerte sich zu den Bürgermeistern, die von der YRP zur AKP wechselten, und betonte den Aspekt der 'politischen Erpressung'.
Erbakan sagte in seiner Stellungnahme: "Die Aktivitäten unserer Bürgermeister der Yeniden Refah Partisi zu behindern und sie handlungsunfähig zu machen, um sie durch politische Erpressung zum Übertritt zur AK Parti zu bewegen und damit den Willen, den unser Volk am 31. März zum Ausdruck gebracht hat, zu missachten, ist weder politisch noch moralisch ein angemessenes Verhalten."
HIER SIND DIE NAMEN, DIE VON DER YRP ZUR AKP GEWECHSELT SIND
Bürgermeister von Feke (Adana), Cömert Özen (trat aus der YRP aus)
Bürgermeister von Bükardı (Elazığ, Arıcak), Ali Açmaz (parteilos), Açmaz war am 23. Juli aus der YRP ausgetreten.
Bürgermeister von Aziziye (Erzurum), Emrullah Akpunar (trat aus der YRP aus)
Bürgermeister von Köprüköy (Erzurum), Nevzat Karasu (trat aus der YRP aus)
Bürgermeister von Doğanhisar (Konya), Ali Öztoklu (parteilos), Öztoklu trat zudem aus der YRP aus.
Bürgermeister von Yoncalı (Muş, Bulanık), Fehim Kaya (trat aus der YRP aus)
Bürgermeister von Yeşilova (Muş, Zentrum), Ömer Faruk Yenilmez (trat aus der YRP aus)
Bürgermeister von Çaybaşı (Ordu), Mesut Karayiğit (trat aus der YRP aus)
Bürgermeister von Ayvacık (Samsun), Refahattin Şencan (trat aus der YRP aus)
Nachrichtenquelle: 12punto
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