Frühwarnstation für mögliches Marmara-Erdbeben wird errichtet: Warnungen an 21 Institutionen!
Die Vorbereitungen auf ein mögliches Marmara-Erdbeben laufen weiter. Das Kandilli-Observatorium und das Erdbebenforschungsinstitut der Boğaziçi-Universität errichten 20 Tsunami-Beobachtungs- und Frühwarnstationen im Marmarameer und Umgebung.
Das Kandilli-Observatorium und das Erdbebenforschungsinstitut der Boğaziçi-Universität errichten neue "Multidisziplinäre Tsunami-Beobachtungs- und Frühwarnstationen" rund um das Marmarameer und auf den Prinzeninseln.
Laut einer schriftlichen Erklärung der Universität haben die Arbeiten für 20 neue "Multidisziplinäre Tsunami-Beobachtungs- und Frühwarnstationen", die rund um das Marmarameer und auf den Inseln positioniert werden, im Rahmen des Plans zur Reduzierung von Katastrophenrisiken der Provinz Istanbul und mit Unterstützung der Präsidialverwaltung für Strategie und Haushalt begonnen.
Mit den neuen Tsunami-Frühwarnsystemen, deren erste im Wassersportzentrum der Gemeinde Kartal in Betrieb genommen wurde, können Tsunamis, die nach Erdbeben im Marmarameer entstehen könnten, mit einem multidisziplinären Ansatz überwacht werden.
WARNNACHRICHTEN AN 21 INSTITUTIONEN AUS 15 VERSCHIEDENEN LÄNDERN
Der Direktor des Kandilli-Observatoriums und Erdbebenforschungsinstituts, Prof. Dr. Haluk Özener, betonte in der Erklärung, dass mit diesen neuen Stationen Frühwarnnachrichten nicht nur in der Türkei, sondern auch an 21 Institutionen aus 15 verschiedenen Ländern in den mit dem Mittelmeer, der Ägäis und dem Schwarzen Meer verbundenen Gewässern gesendet werden können.
Özener sagte: "Unser Ziel ist es, das Tsunami-Potenzial nach einem möglichen Marmara-Erdbeben zu beobachten und durch die Übermittlung von Frühwarnnachrichten mögliche Todesfälle zu verhindern."
SEIT 2012 WURDEN 45 TSUNAMI-WARNUNGEN HERAUSGEGEBEN
Özener erklärte, dass das Institut als "Nationales Tsunami-Warnzentrum" seit dem 1. Juli 2012 insgesamt 45 Tsunami-Warnmeldungen an seine Abonnenten, allen voran die AFAD, übermittelt habe, und fügte hinzu: "Mit unseren neuen Stationen, die wir im Rahmen des Plans zur Reduzierung von Katastrophenrisiken der Provinz errichten, werden Meeresspiegeländerungen in der gesamten Marmara-Region, insbesondere in Istanbul, noch genauer rund um die Uhr überwacht. Unsere multidisziplinären Stationen bestehen aus einem Meeresspiegelsensor, einem Beschleunigungsmesser, meteorologischen Sensoren und einem GNSS-Empfänger. Unser Ziel ist es, das Tsunami-Potenzial nach einem möglichen Marmara-Erdbeben zu beobachten und durch die Übermittlung von Frühwarnnachrichten mögliche Todesfälle zu verhindern."
Nachrichtenquelle: AA
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