Er war mit dem Spitznamen „AK-Blechdose“ in die Schlagzeilen geraten: Anweisung zu Tamer Karadağlı erteilt! Sein Stuhl wackelt
Der Generaldirektor der Staatstheater, Tamer Karadağlı, steht wegen Mobbing-Vorwürfen innerhalb der Institution in der Kritik. Wie bekannt wurde, hat Präsident Erdoğan die Anweisung gegeben, diese Vorwürfe zu untersuchen.
Der Generaldirektor der Staatstheater (DT), Tamer Karadağlı, steht derzeit vor allem wegen Mobbing-Vorwürfen innerhalb der Institution in der Kritik. Obwohl Karadağlı als Schauspieler aus früheren Serien bekannt ist, wird er in letzter Zeit vor allem mit den internen Kontroversen der Behörde in Verbindung gebracht.
Die Mobbing-Vorwürfe sollen sich nicht nur gegen Karadağlı, sondern auch gegen die stellvertretende Generaldirektorin Sükun Işıtan richten. Diese Vorfälle werden nicht als „alltägliche Ereignisse, die in jeder Institution vorkommen können“ abgetan, sondern werden ernsthaft geprüft.
ANWEISUNG VON PRÄSIDENT ERDOĞAN
Informationen aus Parlamentskreisen zufolge haben die Anschuldigungen gegen Karadağlı und Işıtan bereits Präsident Erdoğan erreicht. Erdoğan hat eine Untersuchung dieser Vorwürfe angeordnet. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass kurzfristig keine Änderung bezüglich einer Entlassung Karadağlıs zu erwarten sei. Es ist bekannt, dass Erdoğan bei Vorwürfen gegen die Bürokratie Entlassungsentscheidungen meist eine Zeit lang aufschiebt.
STUHL VON KULTURMINISTER ERSOY WACKELT
Einigen Einschätzungen zufolge könnte die Tatsache, dass Tamer Karadağlı die negative Aufmerksamkeit von Präsident Erdoğan auf sich gezogen hat, auch die Position von Kultur- und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy gefährden. Dieser Prozess könnte Ersoys Stuhl ins Wanken bringen und zu weiteren öffentlichen Diskussionen führen.
Tamer Karadağlıs Aussage „Sie nennen mich ‚ak teneke‘“ (weiße Blechdose) war in den Parlamentsfluren häufig Gegenstand von Spott.
Es wurde behauptet, dass Abgeordnete Witze über diesen Spitznamen machten und Karadağlı zudem innerhalb der Institution ein eigenartiges Verhalten an den Tag lege. Als Beispiel für dieses Verhalten wurde angeführt, dass Karadağlı seine privaten Gäste mit auf den Tisch gelegten Füßen empfangen und gesagt haben soll: „I’m the big boss“ (Ich bin der große Boss).
Auch die Entscheidung Karadağlıs, die Lehrerlaubnis von 12 Dozenten des Staatlichen Konservatoriums der Hacettepe-Universität nicht zu verlängern, stieß auf Kritik. Es kursierten Gerüchte, dass Karadağlı die Beziehungen einiger Dozenten zu CHP-geführten Kommunen als Grund anführte, diese jedoch entlassen wurden, weil sie ihn „ak teneke“ genannt hatten.
HAUPTROLLE IN „DRACULA“ SORGT FÜR EMPÖRUNG
Auch die Tatsache, dass Tamer Karadağlı die Hauptrolle in der Produktion „Dracula“ übernahm, die an den Staatstheatern aufgeführt wurde, stieß auf Kritik. Dass Karadağlı sich in der von ihm geleiteten Institution selbst die Hauptrolle gab, löste in der Theaterwelt Empörung aus.
Sükun Işıtan, die als rechte Hand von Tamer Karadağlı bei den Staatstheatern gilt, hatte unterdessen die prestigeträchtigste Auszeichnung der Institution gewonnen.
Nachrichtenquelle : 12punto
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