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Israelische Streitkräfte zerstören Haus von Palästinensern im besetzten Ostjerusalem

Die israelische Stadtverwaltung von Jerusalem und die israelische Polizei haben im besetzten Ostjerusalem einen Teil des Hauses der palästinensischen Familie Abu Jubneh mit der Begründung abgerissen, es sei „ohne Baugenehmigung errichtet worden“.

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Israelische Streitkräfte zerstören Haus von Palästinensern im besetzten Ostjerusalem

Die israelische Polizei kam am Morgen in das Viertel Scheich Dscharrach in Ostjerusalem, sperrte die Zufahrtswege zum Haus der Familie Abu Jubneh ab und traf umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen.

Baumaschinen der israelischen Stadtverwaltung von Jerusalem rissen drei Zimmer des Hauses der Familie Abu Jubneh mit der Begründung ab, sie seien „ohne Baugenehmigung errichtet worden“.

„ICH HABE MEHRFACH ANTRÄGE GESTELLT“

Der Palästinenser Isha Abu Jubneh erklärte, dass sie bei der Stadtverwaltung mehrfach Anträge auf eine Baugenehmigung für die betreffenden drei Zimmer gestellt hätten.

Abu Jubneh gab an, dass das Gerichtsverfahren für die Baugenehmigungsanträge noch laufe, die Anhörungen jedoch aufgrund des Krieges, der am 7. Oktober im blockierten Gazastreifen ausgebrochen war, verschoben worden seien.

Abu Jubneh berichtete, dass sie sich nach der Warnung der israelischen Polizei vor dem bevorstehenden Abriss über einen Anwalt an das Amtsgericht gewandt hätten: „Die israelische Polizei kam am Morgen, ohne die Entscheidung des Gerichts abzuwarten. Sie haben uns mit Gewalt hinausgebracht. Ich wollte die Sachen aus dem Zimmer meiner Frau holen, aber das ließen sie nicht zu. Ein von der Polizei kontrollierter Hund wurde auf mich gehetzt.

Abu Jubneh fügte hinzu, die israelische Polizei habe ihnen am Morgen gedroht, sie müssten „das Haus innerhalb von fünf Minuten räumen, andernfalls würden sie das Haus über den Köpfen der Familie abreißen“. Seine Töchter seien am Morgen zur Schule gegangen und wüssten noch nicht, dass ihr Haus zerstört wurde, so Abu Jubneh.

„BAUGENEHMIGUNG ALS VORWAND FÜR ABRISS“

Israel hält Ostjerusalem und das Westjordanland seit 1967 völkerrechtswidrig besetzt. Aufgrund der Baubeschränkungen, die Israel den Palästinensern im besetzten Ostjerusalem auferlegt, sind schätzungsweise 20.000 Häuser von Abriss bedroht, da sie angeblich keine Baugenehmigung besitzen.

Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) in den palästinensischen Gebieten haben die israelischen Behörden bis zum 26. September 162 palästinensische Gebäude in Ostjerusalem mit der Begründung abgerissen, sie seien ohne Genehmigung errichtet worden.

Im Jahr 2022 hatten die israelischen Behörden in Ostjerusalem 143 und im Jahr 2021 181 palästinensische Gebäude aus demselben Grund abgerissen.

Menschenrechtsorganisationen und UN-Einrichtungen warnen, dass die gewaltsame Vertreibung von Palästinensern aus ihren Häusern oder der Abriss ihrer Gebäude durch Israel in Ostjerusalem gegen internationales Recht verstößt.

Insbesondere in Zeiten eskalierender israelisch-palästinensischer Konflikte wird die Beschleunigung der Abrisse palästinensischer Gebäude durch Israel von Menschenrechtsorganisationen als eine „Methode der kollektiven Bestrafung von Palästinensern“ bewertet.


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