Nach dem Erdbeben vermisste Kinder wieder im Fokus... Kritische Fragen von Ahmet Ercan: 'Wo sind diese Kinder?'
Es wurde bekannt, dass von 55 Kindern, die nach dem Erdbeben vom 6. Februar verschwanden, immer noch jede Spur fehlt. Der Erdbebenforscher Prof. Dr. Ahmet Ercan erinnerte an seine Warnungen von vor Jahren und fragte: 'Wo sind diese Kinder?'
Die vom US-Justizministerium veröffentlichten, millionenfach umfassenden Jeffrey-Epstein-Dokumente sorgen weltweit für Aufsehen und werfen in der Türkei erneut Fragen zu vermissten Kindern auf.
Den skandalösen Dokumenten zufolge wird behauptet, dass neben Asien und Europa auch minderjährige Kinder aus der Türkei in Epsteins Menschenhandelsnetzwerk einbezogen wurden.
In den Aussagen eines Opfers aus dem Jahr 2009 heißt es: „Epstein transportierte mit seinem Privatjet minderjährige Mädchen, die kein Englisch sprachen, aus der Türkei, der Tschechischen Republik, Asien und vielen anderen Ländern. Er bevorzugte diejenigen, die kein Englisch sprachen, weil sie dadurch schutzloser waren und es ihnen erschwert wurde, die Verbrechen bei den Behörden zu melden.“
Unterdessen wurde das Thema der Kinder, die nach den schweren Erdbeben vom 6. Februar 2023 verschwanden, erneut auf die Tagesordnung gesetzt. Prof. Dr. Ahmet Ercan erinnerte in einem Beitrag auf seinem Social-Media-Account an seine Beobachtungen und Warnungen, die er vor Jahren in der Erdbebenregion Malatya geäußert hatte.
Ercans Äußerungen lauten wie folgt:
„Vor drei Jahren, als ich zusammen mit meinem geschätzten Freund Nasuh Mahruki in der Erdbebenregion Malatya zwischen den Trümmern und in Zeltlagern Untersuchungen durchführte, sprach ich aufgrund von Informationen, die ich vom Frauenverein Mor Çatı erhalten hatte, davon, dass kleine Kinder, die das Erdbeben überlebt hatten, entführt worden sein könnten. Anstatt dies als Anzeige zu werten und eine Untersuchung einzuleiten, nahm mich die Staatsanwaltschaft wegen angeblicher Falschinformationen in Gewahrsam. Heute ist ans Licht gekommen, dass 55 unserer Kinder seit dem Erdbeben vom 6. Februar vermisst werden. Nun suchen Sie mal die Nadel im Heuhaufen. Wer ist schuldig, wer ist unschuldig? Wo sind diese Kinder?“
Das Zusammentreffen von Ercans Erklärungen und den Behauptungen in der Epstein-Akte hat die Debatte über das Verschwinden nach dem Erdbeben und den Verdacht auf Menschenhandel in der Öffentlichkeit neu entfacht. Während insbesondere die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen für Kinder in Katastrophengebieten hinterfragt wird, wartet man gespannt darauf, ob die offiziellen Stellen eine neue Erklärung zum Verbleib der vermissten Kinder abgeben werden.
Während von den 55 Kindern, deren Verschwinden nach dem Erdbeben vom 6. Februar festgestellt wurde, weiterhin jede Spur fehlt, richten sich alle Augen auf die Behörden, um den Abschluss der eingeleiteten Untersuchungen zu erwarten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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