Nach der Katastrophe in Dilovası: Eine weitere riskante Fabrik wurde versiegelt – nach genau 40 Monaten...
Nach dem verheerenden Brand am 8. November im Bezirk Dilovası in Kocaeli wurde auch die ohne Lizenz betriebene Recyclingfabrik Aksu versiegelt. Zuvor war jedoch bereits mehrfach darauf hingewiesen worden, dass die Fabrik seit einem Jahr ohne Genehmigung arbeitete und die Umwelt schädigte.
Bei einem Brand in einer nicht lizenzierten Fabrik von Ravive Kozmetik im Bezirk Dilovası in Kocaeli am 8. November kamen sieben Arbeiter, darunter drei Kinder, ums Leben. Untersuchungen nach dem Brand ergaben, dass die Sicherheitsvorkehrungen in der Fabrik unzureichend waren und die Arbeiter ohne Sozialversicherung beschäftigt wurden. Nach dem Vorfall wurde bekannt, dass auch die benachbarte Recyclinganlage Aksu ohne Lizenz betrieben wurde und nun versiegelt wurde.
ES WURDE BEKANNT, DASS DIE RECYCLINGANLAGE AKSU OHNE LIZENZ ARBEITETE
Die Recyclinganlage Aksu, die sich in unmittelbarer Nähe der Unglücksfabrik befindet, war seit einem Jahr ohne Genehmigung in Betrieb. Es wurde festgestellt, dass die Betriebserlaubnis der Fabrik am 14. November 2024 abgelaufen war und zudem keine Baugenehmigung vorlag. Die Recyclinganlage gehört zum Unternehmen Akvarsan Metal Geri Dönüşüm. Die Fabrik wurde nach dem Brand von den städtischen Behörden versiegelt.
Der neu ernannte Leiter des Ordnungsamtes, Çetin Polat, erklärte, dass die Fabrik aufgrund des Fehlens einer Lizenz versiegelt worden sei, konnte jedoch keine weiteren Informationen geben. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Recyclinganlage Aksu bereits zuvor Gegenstand parlamentarischer Anfragen war und als gefährliches Bauwerk eingestuft wurde.
WARNUNGEN AN DIE BETREIBER WURDEN IGNORIERT
Der Abgeordnete der Demokratischen Partei der Völker (DEM) für Kocaeli, Ömer Faruk Gergerlioğlu, hatte am 18. August 2023 in einer parlamentarischen Anfrage an den damaligen Umweltminister Mehmet Özhaseki nach der Lizenz der Recyclinganlage Aksu und deren Umweltauswirkungen gefragt. In der Antwort des Ministeriums wurde mitgeteilt, dass die Betriebserlaubnis bis zum 14. November 2024 gültig sei. Dass die Fabrik nach Ablauf der Lizenz nicht kontrolliert wurde, führte zu Vorwürfen der Vernachlässigung gegen die Behörden.
WARNUNGEN AN DIE ANWOHNER
Nach dem Brand äußerten Anwohner ihre Sorge vor einer möglichen Wiedereröffnung der Fabrik. Ein Bürger, der anonym bleiben wollte, erklärte in einem Antrag an das staatliche Kommunikationszentrum CİMER am 1. Oktober 2023: „Wir können unsere Kinder nicht nach draußen lassen. Unsere Häuser liegen direkt hinter der Recyclingfabrik, und bei einem Zwischenfall sind wir unmittelbar gefährdet. Es sollten endlich Maßnahmen ergriffen werden, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen, bevor es zu weiteren Katastrophen kommt.“
"MUSSTE ERST JEMAND STERBEN?"
Gergerlioğlu äußerte sich nach der Versiegelung über soziale Medien und reagierte mit den Worten: „Musste erst ein Brand in einem Parfümlager ausbrechen und sechs Menschen sterben?“ Gergerlioğlu erklärte weiter: „Die Fabrik, vor der wir vor zwei Jahren in der Straße, in der sich der Lagerhausbrand in Dilovası ereignete, eine Pressekonferenz abgehalten hatten, wurde erst gestern geschlossen. Seit zwei Jahren habe ich über die Schäden berichtet, die die Aksu Metallfabrik (Akvarsan Metallrecycling) der Straße zufügt. Erst als es zu dem Brand kam, sind die Stadtverwaltung von Dilovası und das Arbeitsministerium zur Besinnung gekommen. Wo bleibt der Wert des Menschen?“
Nachrichtenquelle: 12punto
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