Neue Entwicklung beim Angriff auf die Santa-Maria-Kirche
Die Anklageschrift gegen 43 Verdächtige im Zusammenhang mit dem bewaffneten Angriff auf die italienische Santa-Maria-Kirche in Sarıyer wurde zugelassen. Für die Angreifer werden lebenslange Haftstrafen unter erschwerten Bedingungen sowie langjährige Freiheitsstrafen gefordert.
Die Anklageschrift gegen 43 Verdächtige, darunter die Angreifer und der Planer des bewaffneten Angriffs auf die italienische Santa-Maria-Kirche in Sarıyer, von denen sich 32 in Untersuchungshaft befinden, wurde zugelassen.

Die von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellte Anklageschrift gegen insgesamt 43 Verdächtige wurde vom zuständigen 26. Schwurgericht in Istanbul angenommen. Zu den Beschuldigten gehören der tadschikische Staatsbürger Amirjon Kholiqov und der russische Staatsbürger David Tanduev, die als IS-Terroristen für den Tod des Bürgers Tuncer Cihan bei dem bewaffneten Angriff während der Sonntagsmesse am 28. Januar 2024 in der italienischen Santa-Maria-Kirche in Sarıyer verantwortlich gemacht werden, sowie Viskhan Soltamatıov, der am 17. September wegen des Verdachts festgenommen wurde, einer der Planer des Angriffs zu sein.

JE ZWEIMAL LEBENSLANGE HAFT UNTER ERSCHWERTEN BEDINGUNGEN UND BIS ZU 349,5 JAHREN HAFT GEFORDERT
In der Anklageschrift sind 3 Personen als Geschädigte und 11 Personen, darunter der Pfarrer der Kirche Anton Bulai, als 'Nebenkläger' aufgeführt.
Für die inhaftierten Angreifer David Tanduev und Amirjon Kholiqov, den später in die Anklageschrift aufgenommenen Viskhan Soltamatıov, der als einer der Planer des Angriffs gilt, sowie für Edelkhan Inazhaev und dessen Ehefrau Zharaidat Esmurzieva, die mit den Verdächtigen in Verbindung stehen sollen, wird wegen der Straftatbestände 'Versuch, die durch die Verfassung der Republik Türkei vorgesehene Ordnung durch Zwang und Gewalt zu beseitigen', 'Mitgliedschaft in der bewaffneten Terrororganisation IS', 'vorsätzliche Tötung durch Planung' zum Nachteil von Tuncer Cihan, 'versuchte vorsätzliche Tötung durch Planung' zum Nachteil von 11 Personen sowie 'Besitz von Schusswaffen und Munition' jeweils zweimal lebenslange Haft unter erschwerten Bedingungen sowie Freiheitsstrafen zwischen 218 Jahren und 7 Monaten bis zu 349 Jahren und 6 Monaten gefordert.

In der Anklageschrift wurde für 20 weitere Verdächtige wegen ähnlicher Straftaten ebenfalls jeweils zweimal lebenslange Haft unter erschwerten Bedingungen sowie Freiheitsstrafen zwischen 217 Jahren und einem Monat bis zu 345 Jahren gefordert.
Für den Verdächtigen Inazhaev wurde zudem wegen 'Urkundenfälschung' eine Haftstrafe von 3 bis 7,6 Jahren beantragt. Für 18 der Verdächtigen wird lediglich wegen 'Mitgliedschaft in der bewaffneten Terrororganisation IS' eine Freiheitsstrafe von 7,5 bis 15 Jahren gefordert.
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ZUVOR BEREITS ZURÜCKGEWIESEN
Die zuvor an das 16. Schwurgericht in Istanbul gesendete Anklageschrift war aufgrund von Mängeln zurückgewiesen worden. Die Staatsanwaltschaft reichte die Anklageschrift nach Behebung der fehlenden Punkte erneut beim Gericht ein.
Nach einer Prüfung entschied das Gericht, die Anklageschrift zuzulassen. Die Angeklagten werden in den kommenden Tagen vor Gericht erscheinen.
Nachrichtenquelle: 12punto
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