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Neue Entwicklung in der Ermittlung zum Skandal um gefälschte Diplome!

In der Ermittlung zu gefälschten elektronischen Signaturen in Ankara ist die Zahl der Verdächtigen auf 199 gestiegen. Es wurde festgestellt, dass mit elektronischen Signaturen in die Systeme öffentlicher Einrichtungen eingedrungen wurde, wobei neben gefälschten Diplomen und Notenänderungen auch personenbezogene Daten unrechtmäßig verarbeitet wurden. Einige der Dokumente wurden mit derselben Vorlage vervielfältigt, Zahlungen erfolgten per Kryptowährung.

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Neue Entwicklung in der Ermittlung zum Skandal um gefälschte Diplome!

Die unter der Koordination der Generalstaatsanwaltschaft Ankara geführte Ermittlung zu gefälschten elektronischen Signaturen weitet sich aus. Während die Zahl der Verdächtigen im Rahmen der Ermittlungen auf 199 gestiegen ist, wurde offengelegt, wie Sicherheitslücken in der digitalen Welt öffentliche Einrichtungen zum Ziel machen.

Nach Erkenntnissen der Behörden stellte sich heraus, dass bei den meisten E-Signaturen, die über elektronische Zertifizierungsdienste wie ZATR und TÜRKTRUST erworben wurden, zwar eine Bestätigung über eine „persönliche Identitätsprüfung“ vorlag, die Vorgänge jedoch nicht der Realität entsprachen. Dank der erlangten gefälschten E-Signaturen wurden Eindringversuche in öffentliche Einrichtungen durchgeführt.

Organisierte Eindringversuche in die Systeme von MEB, YÖK und Migrationsbehörde

In der Ermittlungsakte wurde festgehalten, dass unbefugte Zugriffe auf die Systeme des Bildungsministeriums (MEB), des Hochschulrats (YÖK), der Behörde für Informations- und Kommunikationstechnologien (BTK), der Migrationsbehörde sowie verschiedener Universitäten erfolgten. Auf diesem Weg wurden gefälschte Abschlusszeugnisse erstellt, Prüfungsergebnisse geändert und personenbezogene Daten unrechtmäßig erlangt.

Den Details, die Habertürk vorliegen, zufolge wurden zahlreiche gefälschte Dokumente produziert, die einen Abschluss an den Universitäten Atatürk, Gazi, İnönü, Ege und Yıldız Teknik vortäuschten. Während einige der Dokumente von derselben Vorlage vervielfältigt wurden, trug beispielsweise ein Diplom, das nachweislich von A.D. erstellt wurde, die Namen von drei verschiedenen Personen.

Auch Schulzeugnisse und Prüfungsnoten im Visier

Im Rahmen der Ermittlungen wurden Unregelmäßigkeiten nicht nur auf Universitätsebene, sondern auch auf Ebene der Gymnasien festgestellt. Unter Verwendung einer auf den Namen A.S. erstellten gefälschten E-Signatur wurde in das MEB-System eingedrungen und Diplome für das Hınıs Berufliche und Technische Anatolische Gymnasium, das Offene Gymnasium, das Cumhuriyet Anatolische Gymnasium und das Anafartalar Anatolische Gymnasium ausgestellt. Es wurde festgestellt, dass diese Datensätze am 5. November 2024 aus dem System gelöscht wurden.

Zudem wurden durch unbefugten Zugriff auf das E-Prüfungssystem für Fahrschüler die Noten von Personen geändert, die die Prüfung nicht bestanden hatten. Es wird behauptet, dass auf diese Weise die Prüfungsergebnisse von mehr als 100 Personen manipuliert wurden.

„Absolventen“-Politiker und Zahlungen per Kryptowährung

Eine der auffälligen Personen im Rahmen der Ermittlungen war N.P., der Vorsitzende des Vereins „Nizam-ı Cedid“. Dass N.P., der als Absolvent der Atatürk-Universität dargestellt wurde, tatsächlich über keinerlei Hochschulabschluss verfügt, wurde vom YÖK schriftlich bestätigt. Es wurde bekannt, dass der Abschlussdatensatz mit einer gefälschten E-Signatur im Namen des Leiters des Studierendensekretariats der Universität erstellt wurde.

Bei der technischen Überwachung wurde festgestellt, dass die Preise für die Dokumente zwischen 250.000 TL und 2,5 Millionen TL variierten und einige Zahlungen über Kryptowährungen abgewickelt wurden. In den Nachrichten zwischen den Verdächtigen fanden sich Ausdrücke wie „Hocam, das System ist aktiv“ oder „Es erscheint bei der Abfrage“.

Beweisführung durch Kameraaufnahmen und GSM-Daten

Es wurde angegeben, dass die Verdächtigen mit ihren eigenen GSM-Leitungen auf das System zugriffen und viele der Taten durch Geldtransfers und Überwachungskameraaufnahmen bewiesen wurden. Die in der Ermittlung hervortretenden Namen und die gegen sie erhobenen Vorwürfe sind wie folgt aufgelistet:

Z.K.: Drang von 38 verschiedenen IP-Adressen in öffentliche Systeme ein und war an der Erstellung gefälschter Diplome sowie an Notenänderungen beteiligt.

G.C.G.: Sorgte über die TUZEM Akademie für die finanzielle Koordination des Netzwerks für gefälschte E-Signaturen und Diplome.

Z.K.: Offizieller Inhaber der TUZEM Akademie. Spielte eine Rolle bei der Erstellung gefälschter Dokumente und der Beseitigung von Beweismitteln.

H.E.: Bestätigte 16 gefälschte E-Signaturen in der TÜRKTRUST-Niederlassung in Adana und wickelte Zahlungen über seine persönlichen Konten ab.

M.Y.: Beantragte E-Signaturen mit sechs verschiedenen gefälschten Identitäten und war aktiv in der TUZEM Akademie tätig.

Y.Ö.: Es wurden gefälschte E-Signaturen im Namen von drei verschiedenen Beamten ausgestellt; die Kommunikation innerhalb der Organisation erfolgte über insgesamt acht GSM-Leitungen.

Y.B.: Verwendete bei den gefälschten Abschlusszeugnissen sein eigenes Passfoto und nahm direkten Kontakt mit der Firma E-TUĞRA auf.

İ.C.E.: Erstellte eine gefälschte E-Signatur im Namen eines Mitarbeiters der Migrationsbehörde.


Nachrichtenquelle: 12punto

gefälschtes Diplom