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Neugeborenen-Operation wurde vor Fahrettin Koca geheim gehalten!

Die Ermittlungen gegen die sogenannte „Neugeborenen-Bande“, die die Türkei tief erschüttert hat, wurden dem damaligen Gesundheitsminister Fahrettin Koca nicht gemeldet. Aufgrund der Geheimhaltung wurde der Schriftverkehr nicht auf Papier, sondern über verschlüsselte elektronische Wege abgewickelt.

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Neugeborenen-Operation wurde vor Fahrettin Koca geheim gehalten!

Im Skandal um die Neugeborenen-Bande, die den Tod von 12 Babys verursacht hat, kommen neue Details ans Licht. Die Operation gegen die Neugeborenen-Bande wurde in der Anfangsphase vor dem damaligen Gesundheitsminister Fahrettin Koca geheim gehalten und blieb bis zur Einbeziehung der Staatsanwaltschaft im Kreis von nur vier Personen, um Lecks zu verhindern. Zu den in den Skandal verwickelten Krankenhäusern gehört auch das „Özel Avcılar Hospital“, an dem der ehemalige Gesundheitsminister Mehmet Müezzinoğlu als Partner beteiligt ist.

WER WUSSTE VON DEN ERMITTLUNGEN?

Nach Informationen des Journalisten Murat Yetkin in seinem „Yetkin Report“ wurde beschlossen, die Untersuchung geheim zu halten, da der Verdacht auf Bandenbildung bestand und nicht bekannt war, ob es interne undichte Stellen gab. Neben dem damaligen Gesundheitsdirektor der Provinz Istanbul, dem heutigen Gesundheitsminister Kemal Memişoğlu, und dem leitenden Polizeikommissar führten ein Beamter der Rechtsabteilung sowie Serdal Zelyut, der während der Ermittlungen an Krebs verstarb, die Arbeiten im Geheimen durch.

DER DAMALIGE MINISTER KOCA WURDE NICHT INFORMIERT, SCHRIFTVERKEHR ÜBER VERSCHLÜSSELTE ELEKTRONISCHE KANÄLE

Selbst Minister Koca wurde nicht über die geheimen Arbeiten informiert. Um die Vertraulichkeit zu wahren, wurde der Schriftverkehr nicht auf Papier festgehalten, sondern über verschlüsselte elektronische Kanäle geführt. Ab dem 5. Mai 2023 übernahmen die Staatsanwaltschaft Bakırköy und die Abteilung für Finanzkriminalität der Istanbuler Polizei die Ermittlungen; die Rolle der Gesundheitsdirektion beschränkte sich fortan nur noch auf die Unterstützung mit Informationen, wenn dies erforderlich war.

VORWURF DER INFORMATIONSWEITERGABE AN DIE BANDE

Im September 2023 beschleunigte die Gesundheitsdirektion die Kontrollen, während die technische Überwachung durch Staatsanwaltschaft und Polizei weiterlief. Die Kontrollen führten jedoch nicht zu den gewünschten Ergebnissen. Später kam der Vorwurf auf, dass Informationen aus den Kontrollteams an die Bande weitergegeben wurden.

GEHEIME OPERATIONEN UND RAZZIEN DURCHGEFÜHRT

Am 24. November 2023 richtete die Staatsanwaltschaft Büyükçekmece im Rahmen ihrer eigenen Ermittlungen zum selben Thema ein Schreiben mit dem Vermerk „Geheim“ an das Gesundheitsministerium. Am 5. Dezember beauftragte das Inspektionsgremium des Ministeriums aufgrund dieses Schreibens Inspektoren. Am 7. Dezember forderten die Inspektoren Informationen von der Staatsanwaltschaft Büyükçekmece an, doch die Staatsanwaltschaft teilte unter Berufung auf die „Geheimhaltung“ lediglich die Vorwürfe mit, nicht jedoch die ihr vorliegenden Informationen.

VORLÄUFIGER BERICHT DER INSPEKTOREN

Am 9. Februar 2024 legten die Inspektoren ihren vorläufigen Bericht vor; es bestehe ein „dringender Tatverdacht“, wobei sich die Verdachtsmomente insbesondere auf die Notrufzentrale 112 konzentrierten. Am 22. April lehnte die Staatsanwaltschaft die Informationsanfrage der Gesundheitsinspektoren erneut aufgrund einer „Geheimhaltungsanordnung“ ab. Staatsanwaltschaft und Polizei bereiteten sich auf den Zugriff vor.

Am 26. und 27. April stürmte die Polizei die betroffenen Krankenhäuser und nahm 47 Personen fest; 22 von ihnen wurden inhaftiert. Unter den Inhaftierten befinden sich auch der später als mutmaßlicher Bandenchef bezeichnete Dr. Fırat Sarı, Dr. İlker Gönen sowie der 112-Rettungswagenfahrer Gıyasettin Mert Özdemir.



Nachrichtenquelle: 12punto

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