Scharfe Kritik von Ökonom İnan Mutlu an Sozialhilfedaten: Offizielle Zahlen zeigen, wie Familien ins Elend getrieben werden
Die sich vertiefende Armut in der Türkei und die Abhängigkeit der Bürger von Sozialhilfe wurden durch die offiziellen Statistiken für das Jahr 2025 erneut deutlich vor Augen geführt.
Den veröffentlichten offiziellen Daten zufolge versuchten im Jahr 2025 in der Türkei rund 4 Millionen Haushalte, mit Sozialhilfe über die Runden zu kommen. Der Ökonom İnan Mutlu kritisierte dieses erschütternde Bild sowie den Anteil der Hilfen am Gesamthaushalt mit scharfen Worten.
Rund 12 Millionen Menschen auf Sozialhilfe angewiesen
Laut der Tabelle mit dem Titel "Sozialhilfe in der Türkei in Zahlen (2025)" erreichte die Gesamtzahl der Haushalte, die im Jahr 2025 Sozialhilfe in Anspruch nahmen, 3 Millionen 991 Tausend 766. Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Haushaltsgröße in der Türkei bedeutet diese Zahl, dass etwa 12 Millionen Menschen auf staatliche Unterstützung angewiesen sind, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.
Der gleichen Tabelle zufolge beliefen sich die gesamten Sozialhilfeausgaben zwar auf 587,1 Milliarden TL, doch es fiel auf, dass der Anteil dieser Hilfen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes bei lediglich 0,94 % lag.

"Die Sozialhilfen, die sie gewähren, sind ein Witz, nicht einmal 1 Prozent des Nationaleinkommens"
Bei der Bewertung der Daten in der Tabelle wies der Ökonom İnan Mutlu auf die Kluft zwischen der Rhetorik der Politiker zum Thema "Familie" und der wirtschaftlichen Realität hin. Mutlu kritisierte die Politik der Regierung und erklärte, dass das Elend, in das Millionen von Familien gestürzt seien, durch die offiziellen Zahlen belegt werde, und äußerte sich wie folgt:
"Sie nehmen das Wort Familie ständig in den Mund. Dabei zeigen die offiziellen Zahlen, wie sie Familien ins Elend treiben. Im Jahr 2025 erhielten insgesamt 3 Millionen 991 Tausend 766 Haushalte Sozialhilfe. Etwa 12 Millionen Menschen... Die Sozialhilfen, die sie gewähren, sind ein Witz... Nicht einmal 1 Prozent des Nationaleinkommens..."
Diese eindringliche Analyse des Ökonomen Mutlu hat sowohl das enorme Ausmaß der hilfsbedürftigen Bevölkerung als auch die Unzulänglichkeit des bereitgestellten Budgets erneut zur Diskussion gestellt. Dass die Sozialhilfen nicht einmal 1 Prozent des BIP erreichen, wird als eines der deutlichsten Anzeichen dafür gewertet, wie schutzlos einkommensschwache Bürger gegenüber der Wirtschaftskrise zurückgelassen werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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