Oktay Sarals scharfe Reaktion auf Einwände gegen das Moschee-Projekt in Kadıköy: „Es geht um Intoleranz“
Der Chefberater des Präsidenten, Oktay Saral, reagierte scharf auf diejenigen, die die Entscheidung zur Genehmigung des geplanten Moschee-Baus auf einer Grünfläche in Kadıköy kritisierten.
Die Diskussionen um das geplante Moschee-Projekt auf einer aufgeschütteten Fläche am Küstenstreifen von Kadıköy Rıhtım, die seit langem als Grünfläche genutzt wird, halten an.
Der Bürgermeister von Kadıköy, Mesut Kösedağı, äußerte sich gestern kritisch zur Aufhebung des Baustopps durch das Berufungsgericht.
Kösedağı betonte, dass die Einwohner von Kadıköy bei Themen, die ihren Bezirk betreffen, ein Mitspracherecht haben sollten, und erinnerte daran, dass sich in fußläufiger Entfernung zu der geplanten Fläche bereits mehrere historische Moscheen befinden.
Kösedağı erklärte, dass die Einwohner von Kadıköy weder konsultiert wurden noch ein Bedarf bestehe, und fügte hinzu, dass die Funktionen der Moschee und der Tiefgarage den ohnehin schon dichten Fußgänger- und Fahrzeugverkehr am Platz von Kadıköy und in dessen Umgebung weiter verschärfen würden.
AKP-ABGEORDNETER REAGIERT AUF KÖSEDAĞI
Eine weitere Reaktion auf die Kritik der Architektenkammer und Kösedağıs kam von İsa Mesih Şahin, der nach seiner Wahl über die Listen der CHP aus seiner Partei ausgetreten war und zur AKP gewechselt ist.
Şahin teilte ein Foto aus Kadıköy auf seinem Social-Media-Account und kommentierte es wie folgt:
„Wann immer der Bau einer Moschee in Kadıköy zur Sprache kommt, werden immer die gleichen klassischen Einwände erhoben! Dieses Foto habe ich vor 9 Jahren während meiner Zeit als Bezirksvorsitzender in Kadıköy geteilt.
Ich habe es damals gesagt und sage es auch heute: Eine neue Moschee ist ein Bedürfnis für das Zentrum von Kadıköy, Punkt. Unsere Moscheen sind unsere heiligen Stätten und es ist nicht richtig, sie zum Gegenstand politischer Polemik zu machen.
Eine Moschee an der Küste von Kadıköy wird der Silhouette unseres Istanbul einen Mehrwert und eine Bedeutung verleihen.“
SARAL: MOSCHEE IST KEIN POLEMIK-THEMA
Der Chefberater des Präsidenten, Oktay Saral, zitierte den besagten Beitrag und sagte: „Diese Haltung, die den Bedarf an einer Moschee in Kadıköy schon vor Jahren zum Ausdruck brachte, ist äußerst berechtigt und angemessen.“
Saral fuhr in seinem Beitrag fort:
„Mit der Identität einer Stadt zu kämpfen und Probleme mit ihrem Glauben zu haben, macht niemanden demokratisch. Die Mentalität, die sich damals gegen die Moschee am Taksim-Platz stellte, zeigt heute in Kadıköy die gleiche Reaktion.
Es geht nicht um Stadtplanung, es geht um Intoleranz. Die Moschee ist das Gotteshaus dieser Nation; sie sollte kein Gegenstand der Polemik, sondern ein Gegenstand des Respekts sein.“

Nachrichtenquelle: 12punto
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