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Privatklinik verhandelt mit Herzinfarkt-Patienten über Preise: Untersuchung eingeleitet

In Istanbul soll eine Privatklinik mit einem Patienten, der einen Herzinfarkt erlitten hatte, während er auf dem Operationstisch lag, über den Preis für einen Stent verhandelt haben. Die Gesundheitsdirektion der Provinz Istanbul hat eine Untersuchung zu dem Vorfall eingeleitet.

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Privatklinik verhandelt mit Herzinfarkt-Patienten über Preise: Untersuchung eingeleitet

Der 51-jährige B.T. suchte am 13. Januar wegen Brustschmerzen ein Krankenhaus auf. Nach durchgeführten Untersuchungen wurde festgestellt, dass drei seiner Gefäße verstopft waren. B.T. wurde in eine Privatklinik überwiesen, da eine Notfall-Angiographie erforderlich war. Behauptungen zufolge kam der Buchhalter des Krankenhauses an den Operationstisch, während B.T. dort lag, und begann, über den Preis für den einzusetzenden Stent zu verhandeln. Nachdem der Vorfall in den Medien bekannt wurde, teilte die Gesundheitsdirektion der Provinz Istanbul mit, dass sie eine Untersuchung eingeleitet habe.

B.T. behauptete, dass der Krankenhausbuchhalter während der Angiographie den Operationssaal betreten und mit ihm über die Stent-Preise gesprochen habe. Es wurde berichtet, dass der Buchhalter Preisverhandlungen mit Aussagen wie „Es gibt welche für 15, 18 und 20“ führte.

Laut einem Bericht der Sendung Arena auf SZC TV gab B.T. an, dass er den Einbau des günstigsten Stents gewünscht habe, für den dritten Stent jedoch 50.000 Lira gefordert worden seien. Zudem behauptete er, dass Zahlungen in bar entgegengenommen wurden und diese Methode dazu diene, Beschwerden zu verhindern.

Der Vorsitzende der Ärztekammer Istanbul, Prof. Dr. Osman Küçükosmanoğlu, bewertete die Geschehnisse wie folgt:

'Mit einem Patienten auf dem Operationstisch kann man nicht auf diese Weise verhandeln. Es ist dem Patienten in diesem Moment nicht möglich, eine fundierte Entscheidung zu treffen. Diese Situation ist sowohl aus medizinischer als auch aus rechtlicher Sicht inakzeptabel.'

Küçükosmanoğlu betonte, dass die in Privatkliniken zulässigen Zusatzgebühren gesetzlich festgelegt seien und solche Praktiken gegen das Gesetz verstießen. Er erklärte zudem, dass Ärzte eine solche Situation nicht zulassen dürften.

Nachdem der Vorfall in den Medien thematisiert wurde, leitete die Gesundheitsdirektion der Provinz Istanbul eine Untersuchung gegen das betreffende Krankenhaus ein. Die Behörden erklärten, dass die Vorwürfe untersucht würden und die notwendigen Schritte eingeleitet würden.


Nachrichtenquelle: 12punto

Privatklinik Stent Herzinfarkt