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Sie hatte ihr Baby auf der Toilette geboren und in den Müll geworfen: Ihre Aussage vor Gericht lässt das Blut in den Adern gefrieren

In Kastamonu hat der Prozess gegen eine junge Frau begonnen, die nach einer Geburt auf der Toilette ihr Neugeborenes in einen Müllbeutel gewickelt und neben einem Müllcontainer abgelegt hatte. Die Aussagen der Frau zur ihrer Verteidigung während der Verhandlung waren erschütternd.

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Sie hatte ihr Baby auf der Toilette geboren und in den Müll geworfen: Ihre Aussage vor Gericht lässt das Blut in den Adern gefrieren

In Kastamonu hat der Prozess gegen eine junge Frau begonnen, die nach einer Geburt auf der Toilette ihr Neugeborenes in einen Müllbeutel gewickelt und neben einem Müllcontainer abgelegt hatte. Vor Gericht verteidigte sich die Frau mit den Worten: "Ich dachte, mein Kind sei tot geboren. Als es zur Welt kam, habe ich 10 Minuten lang gewartet. Es hat sich überhaupt nicht bewegt. Ich habe das Kind in einen Müllbeutel gesteckt und meinem Vater gegeben. Ich sagte zu meinem Vater: 'Da ist Müll im Haus, bring ihn weg', und er ging und warf ihn in den Müll", sagte sie.

Der Vorfall ereignete sich am 2. November 2023 im Stadtzentrum von Kastamonu im Stadtviertel Kuzeykent in der Karadut-Straße.

Nach vorliegenden Informationen wurde das Baby von Bürgern in einem Müllbeutel eingewickelt neben einem Müllcontainer gefunden. Nach einer Erstversorgung durch Rettungskräfte im Kastamonu Eğitim ve Araştırma Hastanesi (Ausbildungs- und Forschungskrankenhaus Kastamonu) konnte das Neugeborene gerettet werden.

Nach dem Vorfall stellten die Teams der Polizeidirektion der Provinz Kastamonu im Zuge ihrer Ermittlungen fest, dass die Mutter des im Müll gefundenen Babys Cansu Ç. ist.

Cansu Ç., die heimlich vor ihrer Familie auf der Toilette entbunden hatte, wurde festgenommen. Das Baby, das medizinisch versorgt wurde, soll sich nach einer Behandlung in Ankara wieder vollständig erholt haben.

PROZESS HAT BEGONNEN

Vor dem Schwerverbrechergericht Kastamonu hat der Prozess gegen die 18-jährige Cansu Ç. wegen des Vorwurfs des "Mordes an einem nahen Verwandten, der sich nicht selbst verteidigen kann" begonnen. Cansu Ç., die per Videoschalte (SEGBİS) aus der Haftanstalt an der Verhandlung teilnahm, gab ihre Verteidigung ab.

''ICH HABE DAS KIND IN EINEN MÜLLBEUTEL GESTECKT...''

Cansu Ç. erklärte, sie habe ihre Schwangerschaft vor ihrer Familie verheimlicht: "Ich dachte, mein Kind sei tot geboren. Als es zur Welt kam, habe ich 10 Minuten lang gewartet. Es hat sich überhaupt nicht bewegt. Meine Familie hat nicht bemerkt, dass ich schwanger war. Mein Bauch war nur sehr wenig gewölbt. Ich habe auf der Toilette entbunden. Meine Periode war immer schmerzhaft, deshalb habe ich bei der Geburt nicht geschrien. Mein Vater ist geistig behindert; ich habe das Kind in einen Müllbeutel gesteckt und ihm gegeben. Der Beutel war offen, vielleicht hat mein Vater den Beutel zugebunden, als er nach draußen ging. Bei der Geburt war ich voller Blut. Ich habe mich ausgezogen, das Kind in meine Kleidung gewickelt und meinem Vater gegeben. Ich sagte: 'Vater, da ist Müll im Haus, bring ihn weg', und er ging und warf ihn in den Müll", sagte sie.

''ICH HABE GEBURTSVIDEOS IM INTERNET GESCHAUT''

Die Angeklagte, die angab, sich durch das Ansehen von Geburtvideos im Internet auf die Entbindung vorbereitet zu haben, sagte: "Wäre es lebend geboren worden, hätte ich es meiner Familie gesagt. Wenn meine Mutter das Kind gesehen hätte, dachte ich, sie würden in diesem Moment etwas tun. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit Ercan verlobt. Aber das Kind war von Kenan. Ich habe Kenan angerufen und ihm gesagt, dass ich eine Fehlgeburt hatte. Ich habe ihm nicht gesagt, dass das Kind geboren wurde. Er hat mich unter Druck gesetzt und beleidigt. Als ich Kenan kennenlernte, war ich erst 14 Jahre alt. Er wollte, dass ich das Kind abtreibe. Ich habe das nicht erlaubt. Ich wollte schnell Ercan heiraten und mein Kind gesund großziehen. Ich möchte mich in Freiheit verteidigen. Ich beantrage meine Haftentlassung. Ich bereue alles zutiefst. Ich liebe mein Kind sehr. Ich möchte es sehen", sagte sie.

''NICHT BEWUSST DAS KIND IN DEN MÜLL...''

Der Vater des Kindes, Kenan G. (40), der als Zeuge vernommen wurde, sagte: "Wir haben uns 2022 in Azdavay kennengelernt. Anfang April letzten Jahres erfuhr ich, dass Cansu schwanger war. Cansu sagte mir, dass ihre Periode ausgeblieben sei. Ich ging in die Apotheke, kaufte einen Schwangerschaftstest und wir erfuhren, dass sie schwanger war. Im Juli letzten Jahres kam ich nach einer Schlägerei ins Gefängnis. Ich war 2 Monate im Gefängnis. Danach sagte sie mir, dass das Kind abgegangen sei. Danach hatten wir keinen Kontakt mehr. Sie sagte zu mir: 'Auch ohne dich werde ich dieses Kind großziehen'. Ich glaube nicht, dass Cansu das Kind bewusst in den Müll geworfen hat. Vielleicht hatte sie Angst vor ihrer Familie; sie sagte mir, das Kind sei tot geboren und sie habe es in Panik in den Müll geworfen", erklärte er.

''SIE TRUG WEITE KLEIDUNG, DIE SCHWANGERSCHAFT WAR NICHT ZU SEHEN''

Ercan K., der ehemalige Verlobte von Cansu Ç., der ebenfalls als Zeuge vernommen wurde, sagte: "Wir haben uns im April letzten Jahres verlobt. Zu diesem Zeitpunkt war Cansu Ç. schwanger. Ich wusste nichts von der Geburt. Sie trug meist weite Kleidung, die Schwangerschaft war nicht zu sehen. Ich habe um ihre Hand angehalten, wie es sich gehört. Hätte ich gewusst, dass sie eine Beziehung mit jemand anderem hatte, hätte ich nicht um ihre Hand angehalten. Ich habe versucht, die Familien zu überzeugen, unsere Hochzeit vorzuziehen. Ich wusste absolut nichts von Cansus Schwangerschaft oder dem Kind", sagte er.

Während der Verhandlung machte die Mutter von Cansu Ç., Halime Ç., von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch.

Das Gericht entschied, die Untersuchungshaft von Cansu Ç. fortzusetzen und vertagte die Verhandlung auf einen späteren Termin.


Nachrichtenquelle: İHA

Kastamonu Baby