Sie kam bei dem Terroranschlag am Justizpalast Istanbul ums Leben: Dilfiraz Karataş auf ihrem letzten Weg verabschiedet
Die sterblichen Überreste von Dilfiraz Karataş, die bei dem Terroranschlag vor dem Justizpalast in Çağlayan ums Leben kam, wurden in das Bağcılar Cemevi gebracht. Bei der dort abgehaltenen Trauerfeier nahmen ihr Ehemann, ihr Sohn und ihre Tochter die Beileidsbekundungen entgegen. Karataş wurde nach der Trauerfeier in Istanbul beigesetzt.
Die sterblichen Überreste der 57-jährigen Dilfiraz Karataş, die gestern bei dem bewaffneten Angriff auf einen Polizeikontrollpunkt vor dem Justizpalast Istanbul ums Leben kam, wurden in das Bağcılar Cemevi gebracht.
Bei der dort abgehaltenen Trauerfeier nahmen ihr Ehemann, ihr Sohn und ihre Tochter die Beileidsbekundungen entgegen.
An der Zeremonie nahmen neben den Angehörigen von Karataş zahlreiche Personen teil, darunter der Gouverneur von Istanbul Davut Gül, der Bezirksgouverneur von Bağcılar Abdullah Uçgun, der Oberstaatsanwalt von Istanbul Şaban Yılmaz, der Bürgermeister von Bağcılar Abdullah Özdemir sowie der CHP-Provinzvorsitzende von Istanbul Özgür Çelik. Die als Hausfrau bekannte Karataş wurde nach der Trauerfeier auf dem Edirnekapı-Friedhof für Gefallene beigesetzt.
ERKLÄRUNG VON GOUVERNEUR GÜL
Gouverneur Gül sprach nach der Trauerfeier gegenüber Pressevertretern der Familie von Karataş sein Beileid aus und wünschte ihr Gottes Gnade.
Gül erinnerte daran, dass zwei der sechs bei dem Angriff verletzten Personen bereits gestern aus dem Krankenhaus entlassen wurden und erklärte: "Die Behandlung der anderen zwei Bürger sowie der zwei Polizisten dauert an. Gott sei Dank ist ihr Zustand gut."
Gül sprach der Justizgemeinschaft sein Mitgefühl aus, lobte die Polizeibeamten und sagte: "Ich wünsche unserer Nation alles Gute. Möge Gott uns vor Schlimmerem bewahren. Unser Beileid gilt uns allen."
Auf die Frage, "Gibt es einen Anstieg bei der Zahl der Festnahmen?", antwortete Gouverneur Gül, dass der diesbezügliche Prozess andauere und führte aus: "Unsere Justizbehörden verfolgen dieses Thema im weiteren Verlauf. Wie Sie wissen, ist der Kampf gegen den Terror ein langwieriger Prozess. Wie in früheren Perioden wird dies auch jetzt und in Zukunft fortgesetzt werden. Hier müssen wir mit etwas Geduld abwarten."
"VERFLUCHT SEI DER TERROR"
Der Cousin von Dilfiraz Karataş, Muzaffer Yedigöl, sagte, ihr Schmerz sei unermesslich.
Yedigöl äußerte sich wie folgt: "Nennen wir es einen zufälligen Tod. Sie war auf dem Weg zum 40-Tage-Essen, also dem Mevlit eines Verwandten. Sie stieg aus dem Metrobus und fand sich mitten im Schusswechsel wieder. Sie war ein wunderbarer Mensch. Morgens bereitete sie ihren Kindern das Frühstück zu, ging nach Çağlayan und starb. Unser Beileid."
Yedigöl betonte, dass man nun am Ende der Worte angekommen sei und sagte: "Sie hinterließ eine Tochter, die Lehrerin ist, einen trauernden Sohn, der Tierarzt ist, und einen trauernden Vater. Sie bereitete ihren Kindern das Frühstück zu und ging zu diesem Mevlit-Essen. Dann fand sie sich mitten im Schusswechsel wieder. Verflucht sei der Terror. Das Land muss sich endlich aus dieser Situation befreien. Einer Handvoll Plünderer darf kein Raum gegeben werden."
Nachrichtenquelle: AA
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