Staatsanwaltschaftliches Schreiben zu den im Rahmen der IBB-Ermittlungen verhafteten Mustafa und Murat Keleş aufgetaucht: Auch Aussagen vor dem Haftrichter veröffentlicht
Das Überstellungsschreiben der Staatsanwaltschaft bezüglich Mustafa Keleş, dem Sohn des IBB-Sportvereinsvorsitzenden Fatih Keleş, und dessen Neffen Murat Keleş ist aufgetaucht. Auch die Aussagen, die beide vor dem Haftrichter machten, wurden veröffentlicht.
Es wird behauptet, dass Murat Keleş Bestechungsgelder von zahlreichen Geschäftsleuten entgegengenommen und an Fatih Keleş weitergeleitet habe, wobei ein Teil davon an die Unternehmen von Adem Soytekin geflossen sei.
Im Überstellungsschreiben wird dargelegt, dass die im Rahmen der Ermittlungen bereits vernommenen Beschuldigten Serpil Altıntaş, Ahmet Sari und Ali Nuhoğlu in ihren Aussagen angaben, Bestechungs- oder Erpressungsgelder an den Beschuldigten Murat Keleş übergeben zu haben.
Im Überstellungsschreiben heißt es weiter, dass die an Altıntaş übergebenen Gelder in die Unternehmen von Adem Soytekin transferiert wurden, was durch Bankkontobewegungen und die Aussagen von Soytekin bestätigt werde. Dem Beschuldigten Murat Keleş wird vorgeworfen, im Rahmen krimineller Aktivitäten unter Wahrung der Vertraulichkeit in verschiedenen Büros von Fatih Keleş Bestechungsgelder von zahlreichen Geschäftsleuten entgegengenommen, diese an Fatih Keleş übergeben und einen Teil davon an die Unternehmen von Adem Soytekin weitergeleitet zu haben.
DETAIL ZUR WOHNUNG
In dem Schreiben der Staatsanwaltschaft wird bezüglich des Beschuldigten Mustafa Keleş ausgeführt, dass seine Behauptung, sein Vater Fatih Keleş habe erst nachträglich von der auf seinen Namen erworbenen Wohnung erfahren, nicht dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entspreche. Es wird festgehalten, dass Mustafa Keleş eingeräumt habe, das Geld für die auf ihn laufende Wohnung vom flüchtigen Beschuldigten Murat Gülibrahimoğlu erhalten zu haben. Die Wohnung sei Fatih Keleş als Bestechungsgeld überlassen worden, womit Mustafa Keleş sich der Beihilfe zur Bestechung schuldig gemacht habe.
AUSSAGEN VOR DEM HAFTRICHTER AUFGETAUCHT
Unterdessen sind die Aussagen der beiden Beschuldigten vor dem Haftrichter bekannt geworden. Mustafa Keleş, der angab, Bauingenieur zu sein, erklärte, Murat Gülibrahimoğlu sei sein Chef gewesen: „Er sagte mir, wenn ich eine Wohnung, in der ein Mieter wohnt, auf meinen Namen überschreiben lasse, könne ich den Mieter leichter räumen lassen; das habe ich akzeptiert.
Ich habe kein eigenes Geld gegeben; Gülibrahimoğlu gab mir etwa 5 Millionen in bar. Ich habe das Geld auf mein eigenes Konto eingezahlt und per Banküberweisung an zwei Personen weitergeleitet. Ich habe nicht mit meinem Vater zusammengearbeitet, zudem habe ich keine Kenntnis darüber, dass mein Vater 125 Millionen Lira an das Unternehmen überwiesen hat, für das ich tätig war“, sagte er.
Der Beschuldigte Murat Keleş erklärte in seiner Aussage, er arbeite als Dolmetscher bei der İstanbul Personel Yönetim A.Ş. und sagte: „Bei meinem Onkel kamen an besonderen Tagen Pakete in Form von Schokoladenverpackungen an, aber ich wusste nicht, was sich in diesen Paketen befand. Ich habe von niemandem Geld angenommen und habe keinerlei Verbindung zu Ekrem İmamoğlu oder den anderen im IBB-Dossier genannten Personen.“
Nachrichtenquelle: İHA
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