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Strafmaß für die Mörder von „Palalı Sabri“ gefordert

Für die Ermordung von Sabri Çelebi, der während der Gezi-Park-Proteste als „Palalı Sabri“ (Sabri mit der Machete) bekannt wurde, weil er Demonstranten mit einer Machete angegriffen hatte, wurde für zwei Tatverdächtige lebenslange Haft gefordert.

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Strafmaß für die Mörder von „Palalı Sabri“ gefordert

Die Ermittlungen zum Mord an Sabri Çelebi, der während der Gezi-Park-Proteste durch seinen Machetenangriff auf Demonstranten als „Palalı Sabri“ bekannt wurde, sind abgeschlossen. In der Anklageschrift wird für die zwei Tatverdächtigen eine lebenslange Freiheitsstrafe gefordert.

Die Ermittlungen zu dem Vorfall, bei dem Sabri Çelebi am 1. Februar 2024 vor einem Nachtclub in Beyoğlu durch neun Schüsse getötet wurde, sind abgeschlossen. In der von der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft erstellten Anklageschrift werden Sabri Çelebi als „Opfer“ sowie Çetin Görer und Hüseyin Kırmızı als „Tatverdächtige“ geführt.

ZWEI PERSONEN NÄHERTEN SICH DEM FAHRZEUG

In der Anklageschrift heißt es, dass zwischen Sabri Çelebi und dem Tatverdächtigen Hüseyin Kırmızı aufgrund früherer geschäftlicher Beziehungen ein Streit bestanden habe. In der Tatnacht sei Çelebi mit seinem Auto und zwei weiteren Personen vor einem Unterhaltungslokal vorgefahren. Während er dort kurz hielt, habe ein kurzes Gespräch mit einer größeren Menschenmenge stattgefunden, deren Inhalt nicht geklärt werden konnte. Die zwei Begleiter von Çelebi seien aus dem Auto gestiegen und zur Menschenmenge gegangen, während sich die Tatverdächtigen Hüseyin Kırmızı und Çetin Görer dem noch im Fahrzeug sitzenden Çelebi näherten.

EINER SCHOSS, DER ANDERE SCHLUG ZU

In der Anklageschrift wird weiter ausgeführt, dass sich die beiden Tatverdächtigen dem Fahrzeug näherten und Görer begann, mit einer Schusswaffe mehrfach auf Çelebi zu feuern. Der andere Tatverdächtige, Kırmızı, habe Çelebi währenddessen mehrfach ins Gesicht geschlagen. Çelebi wurde nach den Schüssen von seinen Begleitern ins Krankenhaus gebracht, konnte jedoch nicht mehr gerettet werden.

TATVERDÄCHTIGE BERUFEN SICH AUF NOTWEHR

In der Anklageschrift, die auch die Aussagen der Tatverdächtigen enthält, gaben diese an, dass Çelebi mit seinem Fahrzeug an sie herangefahren sei, das Fenster geöffnet habe und sie verbal provoziert habe. Trotz ihrer Warnungen habe er die Provokationen fortgesetzt. Als sie sich ihm näherten, habe er seine Hand zur Taille geführt, woraufhin sie aus Angst, er würde eine Waffe ziehen, in Notwehr gehandelt hätten, indem sie zuschlugen und schossen.

NEUN SCHUSSWUNDEN FESTGESTELLT

Zudem wird in der Anklageschrift unter Berufung auf den Autopsiebericht der Rechtsmedizin festgehalten, dass Çelebi von neun Kugeln getroffen wurde. Es wird betont, dass der Tatverdächtige Kırmızı durch Schläge und Ohrfeigen den Widerstand von Çelebi brach und sich somit an der Tat des anderen Verdächtigen, Görer, beteiligte, was zum vorsätzlichen Mord an Sabri Çelebi führte.

LEBENSLANGE HAFT FÜR ZWEI TATVERDÄCHTIGE GEFORDERT

In der Anklageschrift wird für den Tatverdächtigen Çetin Görer wegen „vorsätzlicher Tötung“, „Schusswaffengebrauchs in einer Weise, die Angst, Sorge oder Panik auslöst“ sowie „Besitzes einer nicht lizenzierten Schusswaffe“ eine lebenslange Haftstrafe sowie eine zusätzliche Freiheitsstrafe von 1 Jahr und 6 Monaten bis zu 6 Jahren gefordert. Für den anderen Tatverdächtigen, Hüseyin Kırmızı, wurde wegen „vorsätzlicher Tötung“ eine lebenslange Haftstrafe beantragt. Der Prozess gegen die Tatverdächtigen wird in den kommenden Tagen vor dem Istanbuler Schwurgericht beginnen.


Nachrichtenquelle: İHA

Sabri Çelebi Palalı Sabri Çetin Görer Hüseyin Kırmızı